Taktile & kontrastreiche Hilfsmittel

Selbstklebende Markierungspunkten aus Silikon oder Kunststoff in allen denkbaren Formen und Farben helfen dabei, Geräte für den Alltag barriereärmer zu machen. Diese sind im Handel zu einem kleinen Preis erhältlich und lassen sich in der Regel auch wieder rückstandsfrei entfernen. Manchmal werden die Markierungspunkte auch als Tastpunkte, taktile Aufkleber oder Bump Dots bezeichnet.

Im Handel gibt es Drucker, die Brailleschrift (Punktschrift) in Papier stanzen. Aus dem Gerät kommen dann selbstklebende Etiketten, die bspw. auf Lebensmittelpackungen oder Vorratsgläser geklebt werden können, um die Inhaltsangabe tastbar zu machen. Digital funktioniert das Ganze, indem z. B. per App ein Barcode auf einem Produkt mit einer Sprachnachricht verknüpft wird: „Getrocknete Beluga-Linsen, geöffnet am 23.11.2025“. Diese Information wird dann beim nächsten Barcode-Scan vom Smartphone abgespielt. Das funktioniert auch mit QR-Codes oder NFC-Tags. Ein Beispiel für eine solche App ist Speechlabel.

Im eigenen Zuhause kann das kontrastreiche Markieren von Treppenstufen eine wichtige Maßnahme zur Sturzprävention sein. Dazu kann Farbe aufgetragen werden oder es werden Markierungsbänder oder Stufenprofile eingesetzt. In einem dunklen Treppenhaus kann das Erkennen von Stufen zusätzlich ohne großen Aufwand mit batterie- oder akkubetriebenen Lichtquellen verbessert werden. Diese werden einfach an die Wand geklebt oder geschraubt. Es gibt sie auch mit Bewegungssensoren. Kontrastreiche Stufenmarkierungen sind auch im öffentlichen Raum eine wichtige Orientierungshilfe, insbesondere an schlecht ausgeleuchteten Orten wie an U-Bahn-Zugängen. Wünschenswert wäre eine stets aktuelle Übersicht, wo man sich wie weit in welche Richtung mit einem taktilen Leitsystem bewegen kann und wo Lücken überbrückt werden müssen. Ein solches Verzeichnis gibt es bis heute leider nicht.

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