Eine möglichst optimale Kombination aus vergrößernden Sehhilfen (und weiteren Hilfsmitteln) und individuell angepasster Beleuchtung entscheidet darüber, wie effektiv Betroffene den vorhandenen Sehrest im Alltag nutzen können. Ein geeignetes Lichtkonzept gibt es allerdings nicht von der Stange. Nutzen Sie die Beratung durch spezialisierte Low-Vision-Optikerinnen und -Optiker auf.
Hilfsmittel sollten unbedingt ausprobiert werden, um die Unterschiede kennenzulernen, denn es gibt zahlreiche Ausführungen wie Lupenbrillen, Handlupen mit und ohne Beleuchtung, optische Handlupen (mit einer physischen Linse) oder elektronische Handlupen (mit Kamera und Display), Aufsetzlupen, Standlupen, Fernrohrbrillen, Monokulare und vieles weitere mehr.
Die Beleuchtung sollte blendfrei und flimmerfrei sein. Möglichst viele Lichtquellen sollten flexibel einstellbar sein, denn nicht nur die Lichtquelle an sich kann blenden, sondern auch reflektiertes Licht, das z. B. von einer weißen Wand zurückgeworfen wird. Diese reflektierte Blendung (oder auch Indirektblendung) ist ein häufiges Problem bei der Raumbeleuchtung. Auch Glasflächen oder polierte und hochglänzende Möbel werfen das Licht fast wie ein Spiegel zurück. Empfehlenswert sind daher matte Oberflächen.
Mit flexibel ist nicht nur die Ausrichtung (z. B. Schwanenhals), sondern auch die Intensität der Lichtquelle gemeint. Dimmer sind oftmals eine lohnenswerte Investition. Viele Lichtquellen lassen sich mit einem Steckdosendimmer nachrüsten. Diese verfügen über einen Drehregler, mit dem die Intensität stufenlos einstellbar ist. Viele Arbeitsplatzleuchten bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Farbtemperatur zu wechseln, denn die Bedürfnisse können je nach Tageszeit variieren.
