Informieren Sie sich zu Hilfsmitteln. Viele Vereine und Hilfsmittelanbieter führen Hilfsmittelausstellungen durch, bei denen man sich gezielt zu Hilfsmitteln informieren und diese ausprobieren kann.
Nutzen Sie die Erfahrungen anderer Betroffener: Die Selbsthilfe ist zu einem wichtigen Player im Gesundheitswesen geworden. Nehmen Sie Kontakt mit anderen Betroffenen auf, um sich auf Augenhöhe auszutauschen.
Richten Sie „die eigenen vier Wände“ so ein, dass Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit so lange wie möglich erhalten bleiben und das Risiko von Stürzen reduziert wird. Alles sollte sich immer am gleichen Platz befinden. Sorgen Sie für Kontraste und für gute (indirekte) Beleuchtung. Reduzieren Sie Blendungen. Nutzen Sie z. B. keine Lichtquellen ohne Schirm, auf die man direkt blickt. Durch unterschiedliche Bodenbeläge kann die Orientierung erleichtert werden („Der Lichtschalter befindet sich dort, wo der Teppich aufhört“), gleichzeitig sollten Sie darauf achten, dass Stolperfallen vermieden werden (z. B. eine hochstehende Teppichkante). Treppen sind Gefahrenstellen: Ein Handlauf an beiden Seiten und kontrastreich markierte Stufen verringern das Sturzrisiko. Es gibt auch Unterstützungsangebote (teilweise wird eine Gebühr fällig), zu denen Hausbesuche gehören, z. B. um potenzielle Gefahrenstellen zu identifizieren.
Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube: Als Mieterin oder Mieter gehen Sie am besten offen mit den Nachbarinnen und Nachbarn um. Erklären Sie Ihre Situation. Bitten Sie darum, dass Gegenstände nicht einfach irgendwo im Treppenhaus abgestellt werden. Das reduziert das Sturzrisiko für alle Mietparteien, insbesondere für ältere Menschen oder auch Bewohnerinnen und Bewohner mit Koffern, Einkaufstaschen etc.
