Hilfsmittel ausprobieren und nutzen, die Wohnung gezielt anpassen und Schulungen absolvieren sind drei wichtige Bausteine, um möglichst lange auch mit Seheinschränkung selbstbestimmt zu leben.
Viele Betroffene warten sehr lange mit dem Langstocktraining, weil sie großen Respekt davor haben, sich zu kennzeichnen bzw. sich zu outen. Wenn man mit Betroffenen darüber spricht, hört man oft den Satz: „Hätte ich das doch schon früher gemacht.“ Das Langstocktraining (Training in Orientierung und Mobilität) und auch das Training in Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) sind Leistungen, die von den Kostenträgern bezahlt werden. Der Bundesverband der Rehabilitationslehrer:innen für Blinde und Sehbehinderte e. V. bietet auf seiner Website die Suche nach geeigneten Lehrerinnen und Lehrern im Umkreis an. Die Fachkräfte helfen auch dabei, die entsprechenden Anträge auszufüllen. Überlegen Sie im Vorfeld, ob Sie das Langstocktraining in Ihrer gewohnten oder in einer für Sie fremden Umgebung durchführen wollen.
