Am Universitätsklinikum Bonn und am Kepler Universitätsklinikum Linz wurde erstmals das Augenimplantat Contivue in der regulären Patientenversorgung eingesetzt. Das Implantat gibt den Wirkstoff Ranibizumab kontinuierlich ab und muss nur etwa alle sechs bis neun Monate nachgefüllt werden. Für Menschen mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) könnte dies deutlich weniger Behandlungstermine bedeuten.
Am Universitätsklinikum Bonn erhielten zwei Patienten das etwa reiskorngroße Implantat. Klinische Studien zeigen, dass sich mit dem neuen Behandlungskonzept die Zahl der erforderlichen Behandlungen erheblich reduzieren lässt – bei vergleichbaren Ergebnissen hinsichtlich Sehschärfe und Netzhautdicke. Das UKB war bereits an klinischen Studien mit dem Implantat beteiligt und bietet die innovative Therapie nun erstmals außerhalb einer Studie an.
Retina plus wird das Thema weiter begleiten und informieren.
Mehr zur aktuellen Europa-Premiere erfahren:

Retina plus hat diese Entwicklung bereits im Januar 2025 aufgegriffen:
In der Podcast-Reihe „Retina View“ sprach PD Dr. med. Raffael G. Liegl von der Universitätsaugenklinik Bonn über das innovative Port-Delivery-System, seine Funktionsweise und die ersten Implantationen im Rahmen der klinischen Forschung.
Die Folge beleuchtet den Weg von der Forschung zur klinischen Anwendung und zeigt, welches Potenzial die kontinuierliche Wirkstoffabgabe für eine geringere Behandlungslast bietet.
