Die ZSD (Zapfen-Stäbchen-Dystrophie) ist eine weitere seltene und erbliche Netzhauterkrankung, bei der die Sinneszellen des Auges nach und nach absterben. Sie beginnt meist schleichend im jungen Alter und verläuft progressiv. Eine ZSD beginnt oft in der Makula (Absterben der Zapfen), dehnt sich aber im Verlauf auf die Stäbchen in der Netzhaut-Peripherie aus. Dadurch ist das Dämmerungs- und Nachtsehen zunehmend eingeschränkt. Neben einer zentralen Sehverschlechterung (Abnahme der Sehschärfe), kommen weitere Symptome hinzu: Störung des Farbsehens (Schwierigkeiten beim Erkennen von Farben), extreme Blendempfindlichkeit, Gesichtsfeldausfälle (Tunnelblick) und ein eingeschränktes Nachtsehen.
Was kann ich tun?
Auch für die ZSD gilt: Um von künftigen Therapien zu profitieren, ist ein molekulargenetischer Befund entscheidend, damit die genaue Ursache gesichert werden kann. Neben Gen-Ersatztherapien arbeiten Forschende auch an Stammzelltherapien und genunabhängigen Ansätzen (Optogenetik). Empfohlen wird zudem eine regelmäßige Verlaufskontrolle und das Ausreizen von Sehhilfen (Lesebrille, Kantenfilter).
