CCS – Chorioretinopathia centralis serosa

Als „Managerkrankheit des Auges“ wird die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS) bezeichnet. Eine veraltete Bezeichnung lautet auch Retinopathia centralis serosa (RCS). Bei dieser stressbedingten Netzhauterkrankung tritt Flüssigkeit unter die Makula, was zu einem schattenartigen Fleck im Zentrum des Blickfelds, einer akut verminderten Sehschärfe, Kontrastverlust und verzerrtem Sehen oder welligem Sehen (Metamorphopsie) führt.

Betroffen sind meist Männer zwischen 30 und 50 Jahren, wobei Stress und Kortisoneinnahme als Hauptauslöser gelten. Es ist möglich, dass nur ein Auge betroffen ist; die Seheinschränkung tritt zudem oft nur vorübergehend auf. In einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten heilt die Erkrankung bei einem Großteil der Betroffenen (80%) von selbst. Trifft dies nicht zu, geht sie in eine chronische Form über. Außerdem treten nicht selten Rückfälle auf.

Was kann ich tun?

Die Augenärztin oder der Augenarzt untersucht die Netzhaut und den Augenhintergrund per Fundoskopie und/oder mithilfe einer optischen Kohärenztomographie (OCT), um die Diagnose zu sichern und den Verlauf regelmäßig zu kontrollieren. Eine eindeutige Behandlungsempfehlung gibt es nicht. Stress sollte unbedingt reduziert werden, dabei helfen Lebensstiländerungen und das Erlernen von Entspannungstechniken. Kortison sollte (wenn möglich) abgesetzt werden.

Dauert die Erkrankung länger an, können verschiedene Therapien erwogen werden. Die Fachgesellschaften BVA (Berufsverband der Augenärzte Deutschlands), DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und die Retinologische Gesellschaft (RG) haben dazu eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Sie kann abgerufen werden auf https://retinologie.org/guidelines/stellungnahme-von-bva-dog-und-rg-zur-chorioretinopathia-centralis-serosa-ccs

https://www.aerzteblatt.de/archiv/chorioretinopathia-centralis-serosa-c21ca1a9-c34d-491d-af57-c59e7d4bae6c

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0597-9563

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