Zu Gast:
Prof. Dr. Dr. Knut Stieger, Universitäts-Augenklinik Gießen
Prof. Dr. Lyubomyr Lytvynchuk, Direktor der Universitäts-Augenklinik Gießen

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen).
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen.
Unsere Gäste erklären:
- Welche Rolle das retinale Pigmentepithel (RPE) in der Netzhaut spielt,
- wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird,
- woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden,
- welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen,
- und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.
Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte.
Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle.
Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen.
Moderation: Thomas M. Duda
Eine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.
Mehr Informationen zu unserer Arbeit:
www.retinaplus.de
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