Was ist die feuchte AMD?
Die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die aggressivere, aber weniger häufige Form der Erkrankung. Sie macht etwa 10–20 % der Fälle aus, ist jedoch für einen Großteil der schweren Sehverluste verantwortlich.
Bei der feuchten AMD wachsen abnorme Blutgefäße unter der Netzhaut. Diese Gefäße sind instabil und können Flüssigkeit oder Blut austreten lassen. Dadurch wird die Makula – der Bereich für scharfes Sehen – geschädigt.
Symptome
- Verzerrtes Sehen (gerade Linien erscheinen wellig)
- Schneller Verlust der zentralen Sehschärfe
- Dunkle oder blinde Flecken im Zentrum des Gesichtsfeldes
- Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern
Im Gegensatz zur trockenen AMD kann sich die feuchte Form rasch verschlechtern.
Verlauf
Unbehandelt kann die feuchte AMD innerhalb kurzer Zeit zu erheblichem zentralem Sehverlust führen.
Sie betrifft meist beide Augen, jedoch oft zeitversetzt.
Behandlung
Für die feuchte AMD stehen bereits zugelassene Therapien zur Verfügung:
- Anti-VEGF-Injektionen, die das Wachstum der krankhaften Blutgefäße hemmen
- Regelmäßige Kontrollen und Wiederholungsbehandlungen
Diese Therapien können das Fortschreiten deutlich verlangsamen und teilweise Sehfähigkeit stabilisieren – heilen die Erkrankung jedoch nicht.
Forschung & Ausblick
Aktuelle Forschungsansätze zielen darauf ab:
- Wirkmechanismen besser zu verstehen
- neue therapeutische Angriffspunkte zu identifizieren
- personalisierte Behandlungsstrategien zu entwickeln
Stammzellbasierte Plattformen und KI-gestützte Bildanalyse spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle.