In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie.
Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischen PRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener trockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.
Im Gespräch erläutern wir:
- was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet
- warum es in Deutschland bislang keine zugelassenen medikamentösen Therapien gibt
- wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert
- für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommen könnte
- welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichen Versorgung in Deutschland folgen
Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.
