Zum Inhalt springen →

Sehverlust

Sehverlust hat viele Formen und Auswirkungen – medizinisch, rechtlich und im Alltag. Auf diesen Seiten finden Sie verständliche Informationen, Orientierung und verlässliche Grundlagen, um Ihre Situation besser einzuordnen und Perspektiven zu entwickeln.

Sehverlust bedeutet, dass das Sehvermögen dauerhaft oder zunehmend eingeschränkt ist. Dabei handelt es sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild, sondern um einen Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Beeinträchtigungen des Sehens.
Sehverlust kann Menschen jeden Alters betreffen und wirkt sich je nach Ursache, Ausprägung und Verlauf sehr unterschiedlich auf den Alltag aus.

Wichtig ist: Sehverlust ist nicht gleich Blindheit. Viele Betroffene verfügen weiterhin über nutzbares Sehvermögen – manchmal über viele Jahre hinweg oder lernen Hilfsmittel und Techniken kennen, um mit Sehverlust ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Sehverlust kann sich sehr unterschiedlich äußern – etwa durch eingeschränktes zentrales oder peripheres Sehen, reduzierte Kontraste oder Probleme bei Dämmerung. Wir erklären die wichtigsten Begriffe verständlich und alltagsnah.

Sehverlust bringt mitunter eine Sehbehinderung, darunter versteht man eine dauerhafte Einschränkung der Sehfunktion, die nicht oder nicht ausreichend durch eine Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden kann. Diese Einschränkung kann sich auf verschiedene Aspekte des Sehens beziehen, zum Beispiel:

  • die Sehschärfe (Details werden unscharf)
  • das Gesichtsfeld (z. B. Tunnelblick oder fehlende Bildbereiche)
  • das zentrale Sehen (z. B. beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern)
  • Kontraste und Farben
  • das Sehen bei Dämmerung oder Dunkelheit
  • die Blendempfindlichkeit

Oft treten mehrere dieser Veränderungen gleichzeitig auf.

Sehverlust ist individuell

Sehverlust zeigt sich bei jeder Person anders. Zwei Menschen mit derselben Diagnose können sehr unterschiedliche Seheindrücke und Alltagsprobleme haben. Auch der zeitliche Verlauf ist verschieden:

  • Sehverlust kann langsam fortschreiten und sich über viele Jahre entwickeln.
  • Er kann schubweise verlaufen oder sich zeitweise stabilisieren.
  • In seltenen Fällen tritt er auch plötzlich auf.

Das subjektive Erleben spielt dabei eine große Rolle. Was medizinisch als „Restsehvermögen“ beschrieben wird, kann im Alltag als sehr belastend oder auch als gut nutzbar empfunden werden.

Welche Ursachen kann Sehverlust haben?

Sehverlust kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem:

  • erblich bedingte Netzhauterkrankungen (z. B. Netzhautdystrophien)
  • altersbedingte Veränderungen, insbesondere der Makula
  • andere Augenerkrankungen oder systemische Erkrankungen
  • Verletzungen oder andere äußere Einflüsse

Für das Verständnis ist es wichtig, zwischen seltenen Netzhautdystrophien und häufigen altersbedingten Makulaerkrankungen zu unterscheiden, da sich Ursachen, Verlauf und Unterstützungsbedarfe deutlich unterscheiden können.
Eine Übersicht finden Sie im Abschnitt „Ursachen von Sehverlust“.