ABCA4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ATP-binding cassette transporter – retinalMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver M. Stargardt, autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie, fraglich autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: wichtig im Vitamin A Stoffwechsel für den Transport zwischen Photorezeotoren und den retinalen Pigmentepithelzellen, frühere Bezeichnung ABCR
ABCA4-Gen Mutationen in diesem Gen sind eine der häufigsten Ursachen für Netzhautdystrophien. Sie sind assoziiert mit dem M. Stargardt und der autosomal rezessiv vererbten Zapfen-Stäbchendystrophie.
ABCR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4
Abdecktest Covertest, Cover-TestDer Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.
Abdomen Bauch
Abetalipoproteinämie Bassen-Kornzweig-Syndrom Syndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut– Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
ABL nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTP
Ablatio Ablösung Ablatio retinae: Netzhautablösung Ablatio mammae: Operative Entfernung der Brust
Ablatio falciformis Netzhautablösung mit Ausbildung einer deutlichen Netzhautfalte
Ablatio retinae Netzhautablösung (auch: Amotio retinae).Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut ( Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.
Absorption Aufsaugen, In-sich-Aufnehmenz.B. von Gasen, Flüssigkeiten oder Lichtenergie
ACHM1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Stäbchenmonochromasie ( Achromatopsie)
ACHM2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3
ACHM3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB3
ACHM4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GNAT2
Achromatopsie FarbenblindheitDie Achromatopsie bezeichnet ein vollständiges Fehlen des Farbensehens. Im Gegensatz zur Rot- oder Grünsinnstörung ist die Achromatopsie selten. Sie beruht in der Regel auf einem Gendefekt, der die Funktion aller Zapfen betrifft.
Adaptation Anpassung des Auges an wechselnden Leuchtdichteverhältnisse der Umgebung ( Helladaptation bzw. Dunkeladaptation)
ADCA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7
Adenin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin
Adenokarzinom bösartiger Tumor (Karzinom), ausgehend von Drüsengewebeam Auge z.B. am Lid
Adenom gutartiger Tumor, ausgehend von Drüsengewebeam Auge z.B. am Lid
Aderhaut Choroidea, Chorioidea (Abkürzung: AH)Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.
Aderhautatrophie AderhautschwundAbbau der Aderhaut bei degenerativen Erkrankungen
Aderhautfluoreszenz Fluoreszenzeffekte bei spezifischer Beleuchtung der Aderhaut, die stärksten Fluoreszenzphänomene entstehen im retinalen Pigmentepithel.
Aderhauthämangiom Gutartiger Gefäßtumor der Aderhaut, der sich durch eine Exsudative Ablatio bemerkbar machen kann. Die Diagnose wird durch eine Fluoreszenz-Angiographie gestellt. Die Behandlung hängt von der Lage und Symptomatik ab.
Aderhautkolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Aderhaut. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.
Aderhautmelanom AHMMHäufigster bösartiger Tumor des Auges bei Erwachsenen. Bei rechtzeitiger Erkennung ist in der Regel eine Behandlung mit Erhalt des Auges möglich, abhängig von Lage und Größe stehen verschiedene Therapieverfahren zur Auswahl.
adjuvant unterstützendz.B. die Wirkung eines Medikaments, einer Behandlung
Adjuvante Therapie Eine andere Massnahme unterstützende Behandlung
ADOA Autosomal dominante OptikusatrophieHäufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
adult erwachsen
adulte Stammzellen kommen in erwachsenen Organismus vor (= somatische Stammzellen)
Adulte vitelliforme Makuladystrophie AVMDEine Form der Makuladystrophie, die sich vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
AGS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JAG1
AH Abkürzung für Aderhaut
AHI1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Abelson helper integration site 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Zerebello-okulo-renales Syndrom)
AHMM Abkürzung für Aderhautmelanom
Akkommodation Scharfeinstellung des Netzhautbildes für die Nähe durch Brechkraftzuwachs (stärkere Wölbung) der Augenlinse
akut plötzlich, unvermittelt auftretende, rasch verlaufende Erkrankung (im Gegensatz zu: chronisch)
akutes Engwinkelglaukom GlaukomanfallDurch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich.
Albinismus angeborener PigmentmangelDieser kann den ganzen Körper betreffen (keine Pigmente in Haut und Haaren), aber auch nur die Augen. Dabei kommt es zu einer Fehlentwicklung der Makula und der Sehnervenentwicklung. Die Sehschärfe ist deutlich herabgesetzt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Allele Als Allele werden die verschiedenen Zustandsformen eines Gens bezeichnet. Für fast jedes Gen liegen im Zellkern zwei Allele vor: je eines auf dem mütterlich vererbten und je eines auf dem väterlich vererbten Chromosomensatz. Die Ausnahme sind die nur einfach vorliegenden Gene auf dem x- Chromosom beim Mann. Allele Gene sind entweder identisch (homozygot) oder verschieden (heterozygot).
Allelfrequenz Häufigkeit eines bestimmten Allels in der Bevölkerung
Allergie Überschießende Abwehrreaktion (Immunreaktion) gegen körperfremde Stoffe (z.B. Pollen, Staub, Medikamente). Am Auge sind häufig die Bindehaut und die Lider betroffen.
Allgemeinanästhesie = Narkose, Vollnarkose, spezieller: Intubationsnarkose, ITNSchmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten
allo- anders, verschieden, fremd, gegensätzlich
Alloplastische Linse = Intraokularlinse, IOL, Kunstlinse, spezieller: Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.
ALMS1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ALMS1 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Alström Syndrom ( Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht, Diabetes)Info: Funktion des Proteins nicht bekannt
ALSS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ALMS1
Alström Syndrom Autosomal rezessiv vererbtes Syndrom mit Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht und Diabetes, assoziiert mit Mutationen im ALMS1– Gen
Altersabhängige Makuladegeneration Abkürzung: AMD; auch: altersbedingte MakuladegenerationDie AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen.
Altersbedingte Makuladegeneration Abkürzung: AMD; auch: altersabhängige MakuladegenerationDie AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen.
Alterssichtigkeit PresbyopieDurch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen ( Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich.
Amakrine Zellen auch Amakrinzellen; Gruppe neuronale Zellen in der NetzhautDie amakrinen Zellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, und geben diese an die Ganglienzellen weiter. Es gibt zahlreiche verschieden Formen von amakrinen Zellen, deren genaue Funktion unbekannt ist. Wahrscheinlich findet in den amakrinen Zellen ein wesentlicher Teil der intraretinalen informationsverarbeitung statt, bevor die so verarbeitete Information über die Ganglienzellen an das Gehirn weitergeleitet wird.
Amaurose AmaurosisVöllige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)
Amaurosis AmauroseVöllige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)
Amaurosis fugax Vorübergehende völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung), z.B. bei Durchblutungsstörungen
Amblyopie SchwachsichtigkeitFehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden.
ambulant beweglich, nicht ortsfestohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationär)
Ambulante Behandlung ohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationärer Behandlung)
Aminosäuren Bausteine der ProteineEs gibt insgesamt 20 verschiedene natürlich vorkommende Aminosäuren.
Amotio retinae Netzhautablösung, Ablatio retinae.Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut ( Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.
Amplifikation Die Herstellung von zahlreichen Kopien eines DNA-Abschnitts mittels PCR im Rahmen der molekulargenetischen Diagnostik
Amplitudenreduktion Verminderte Höhe eines abgeleiteten elektrophysiologischen Potentials, z.B. beim ERG, VEP
Amputation operative Abtrennung eines Körperteils
amputieren ein Körperteil operativ entfernen
Amsler-Gitter Selbst test für MakulaerkrankungenAnhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.
Amsler-Netz Selbst test für MakulaerkrankungenAnhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.
Amsler-Test Selbst test für Makulaerkrankungen Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.
Analgetikum Medikament zur Linderung von Schmerzen
analgetisch schmerzlindernd
Anamnese Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten
Anaphylaktischer Schock schwerste allergische Reaktion mit ausgeprägter Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unbehandelt droht ein tödlicher Verlauf
Anaphylaxie schwer verlaufende allergische Reaktion mit Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unter Umständen Entwicklung zum anaphylaktischen Schock
Anästhesie Betäubung, Schmerzausschaltung durch verschiedene Formen der Narkose
Anästhesist Narkosearztzuständig für die Durchführung der Anästhesie und Überwachung der Körperfunktionen während der Anästhesie
Anastomose Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder Nerven, die entweder natürlich entsteht, operativ angelegt wird oder sich während Krankheitsprozessen bilden kann (z.B. chorioretinale Anastomose bei altersabhängiger Makuladegeneration)
Anecortave Neues, aber noch nicht zur Behandlung zugelassenes Medikament zur Behandlung der feuchten, altersabhängigen Makuladegeneration. Das Medikament muss hinter das Augen gespritzt werden.
Aneurysma Aufweitung eines BlutgefässesAn den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen (kleine Aneurysmen) auf. Ein Makroaneurysma ist eine größere Aufweitung an einem größeren Gefäß. Bei Miliareneurysmen treten mehrere kleine Gefäßaufweitungen meist in der Makulka auf.
angio in Zusammenhang mit einem Gefäß, z.B. Angiographie = Gefäßdarstellung
Angiografie Gefäßdarstellung; auch: AngiographieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint.
angiografisch bei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie
Angiographie Gefäßdarstellung; auch: AngiografieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint.
angiographisch angiografischbei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie
Angiom Gefäßtumor
angiomatöse Proliferation Gefäßneubildung
Anisometropie Ungleiche Brechkraft beider Augen
Anlageträger Nicht erkrankter, symptomloser heterozygoter Träger einer Genmutation. Die Mutation in einem Allel des Gens ist nicht ausreichend für die Entwicklung der Erkrankung. Diese entsteht nur, wenn auch das zweite Allel des Gens durch eine Mutation verändert wird.
annulär ringförmig
Anomaloskop Geräte zur Bestimmung vorwiegend angeborener Farbsinnstörungen (Rot-Grün-Sehschwäche. selten Blausinnstörungen). Für gutachterliche Farbsehprüfung im Verkehr (Flug, Schiff, Personenbeförderung, LKW) ist das Anomaloskop Standard.
anti- Vorsilbedas mit anti- zusammengesetzte Wort bezeichnet den Gegensatz oder die Verhinderung der Bedeutung des Grundwortes
Antigen artfremder Eiweißstoff, der das Immunsystem zur Bildung von Antikörper anregt
Antikörper Eiweißstoff, den das Immunsystem zur Abwehr von Antigenen bildet
AOM nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1
Aphakie LinsenlosigkeitZustand nach Kataraktoperation mit vollständiger Linsenentfernung ohne Einsetzen einer Kunstlinse ( Pseudophakie) oder Zustand nach verletzungsbedingtem vollständigen Linsenverlust.
Applikation Verordnung, Verabreichung oder Anwendung eines Medikamentes
Approbation staatliche Zulassung zur Berufsausübung als Arzt
äquatorial am Äquatoram Auge bezeichnet der Äquator wie beim Globus den Bereich des größten Umfangs. Veränderungen in der Netzhaut, die im Bereich dieses Äquators liegen (häufig Netzhautlöcher), werden als äquatorial bezeichnet.
äquatoriale Degeneration Begriff für eine Veränderung in der Netzhaut am Äquator des Auges, die eine umschriebene Netzhautdegeneration meist aufgrund von Glaskörperzug beschreibt. Eine Behandlung ist nur bei Auftreten von Netzhautlöchern ( Foramina) mit Symptomen (wie z.B. Lichtblitze, Rußregen) notwendig.
ARA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6
Arcus lipoides weißlicher Ring nahe der Hornhautbasis, nahezu nie das Sehen störend
ARL6 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ADP-ribosylation factor-like 6Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom ( BBS)Info: Protein hat wahrscheinlich Beduetung für Zilien
ARMD1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: hemicentin 1 (fibulin 6)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante altersabhängige MakuladegenerationInfo: bisher nur in 1 Familie
Aspiration Ansaugen einer festen, flüssigen oder gasförmigen Substanzam Auge z.B. Glaskörperaspiration zur Entnahme einer Glaskörperprobe
Assoziation insbesondere gedankliche Verknüpfung oder Verbindung
assoziiert verbunden, zusammenhängend
Astigmatismus StabsichtigkeitSie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte, „stabförmige“, unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus.
asymptomatisch ohne SymptomeVeränderung eines Organs, die keine Beschwerden hervorruft und daher nur zufällig bei einer Untersuchung entdeckt wird.
asymptomatische Netzhautdegeneration Periphere Netzhautdegeneration (z.B. äquatoriale Degeneration, Rundloch), die ohne Beschwerden und Krankheitsanzeichen für den Patienten entsteht. Eine asymptomatische Netzhautdegeneration muss in der Regel nicht behandelt werden.
Ataxie GangunsicherheitDiese kann verschiedene Ursachen haben. Oft führen Funktionsstörungen im Kleinhirn ( Cerebellum) zur Ataxie (zerebelläre Ataxie). Bei einigen Syndromen können Ataxie und Netzhautdystrophien gleichzeitig auftreten.
Ätiologie 1. Gesamtheit der Einflussfaktoren, die eine Erkrankung verursachen2. Lehre von den Krankheitsursachen
ätiologisch ursächlich, die Ätiologie betreffend
ATP6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MT ATP6
Atrophia gyrata Fortschreitende, autosomal rezessiv vererbte Ader- und Netzhautdystrophie infolge eines Enzymdefekts; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe, frühe Katarakt mit ca. 30 Jahren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Atrophie Gewebeschwundkrankheitsbedingter Abbau von Gewebe
Atropin Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis). Die Wirkung hält nuram gesunden Auge mehrere Tage an, so dass Atropin nur noch wenn unbedingt erforderlich eingesetzt wird. Atropin wird häufiger bei der Nachbehandlung von Augenoperationen eingesetzt.
ATXN7 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ataxin 7Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante spinocerebelläre Ataxie mit Makuladystrophie oder NetzhautdystrophieInfo: Proteinfunktion unbekannt
Augenhintergrund Fundus oculiBei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea ( Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale ( Makula, Netzhaut peripherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhaut peripherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden.
Augeninnendruck Intraokulardruck ( IOD)Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.
Augenprothese GlasaugeNach Entfernung eines Auges wird eine Augenprothese aus speziellem Glas oder Kunststoff von einem Okularisten individuell angepasst. Die hohe Beweglichkeit moderner Augenprothesen lassen dieses Glasauge im täglichen Leben kaum auffallen. Eine Augenprothese muss ca. jährlich erneuert werden.
Augenspiegel OphthalmoskopGerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes
Augenzittern Nystagmus AugenzitternEntstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z.B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig.
auto- Vorsilbeselbst, eigen, persönlich, unmittelbar
Autofluoreszenz Fluoreszenz-Phänomen des Augenhintergrundes. Nach Beleuchtung des Augenhintergrundes wie bei der Fluoreszenzangiografie, aber ohne Gabe von Farbstoff, zeigt sich ein Aufleuchten von Ablagerungen (Lipofuszin) im retinalen Pigmentepithel. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.
Autoimmunkrankheiten Erkrankungen des Immunsystems, bei der eine Immunreaktion gegen eigenes Körpergewebe ausgelöst wird
autosomal bezeichnet Erbinformation, die nicht auf den Geschlechtschromosomen (X- oder Y-Chromosom) liegt
autosomal dominant Vererbungsform, bei der eine Mutation in einem Allel eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei dominanter Vererbung sind in der Regel Familienangehörige in mehreren Generationen betroffen. Die Hälfte der Nachkommen haben das Risiko, ebenfalls zu erkranken.
Autosomal dominante Optikusatrophie Abkürzung: adOAHäufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie Sehr seltene Form einer vorwiegend auf die Netzhaut periphere beschränkten Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
autosomal rezessiv Vererbungsform, bei der Mutationen in beiden Allelen eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei rezessiver Vererbung sind in der Regel nur Familienangehörige einer Generation betroffen. Die Nachkommen haben ein sehr geringes Risiko, ebenfalls zu erkranken.
Autosome Bezeichnung für die nicht geschlechtsspezifischen Chromosomen, also alle Chromosomen außer dem X-Chromosom und Y-Chromosom. Sie werden der Form nach sortiert und nummeriert (beim Mensch Chromosom 1-22)
Avastin Handelsname für BevacizumabEin Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Avastin ist zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen. Aufgrund seiner Verfügbarkeit und der hohen Ähnlichkeit zu Lucentis wird Avastin derzeit ohne Zulassung ( Off-Label-Use) zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen (z.B. Zentralvenenverschluss, Gefäßneubildungen bei Myopie) weltweit eingesetzt. Gezielte Studien liegen nicht vor, die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch ähnliche Behandlungsergebnisse und eine vergelichbare Sicherheit wie bei Lucentis. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen (ca. 35-40%) eine deutliche Sehverbesserung. Avastin wird in Abständen von 4-6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch ungeklärt.
AVMD Adulte vitelliforme MakuladystrophieEine Form der Makuladystrophie, die vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
AXPC1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Ataxie
Bardet-Biedl Syndrom BBS Syndrom mit Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautveränderungen und multiplen Erkrankungen anderer Organsysteme. Mutationen in verschiedenen genen können ursächlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Basen sind allgemein die Gegenspieler von Säuren. In der Molekulargenetik sind Basen die übliche Bezeichnung für die basischen Bestandteile der Nukleotide (Grundbausteine der DNA): Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T).
Basenpaar Die beiden Basen Adenin (A) und Thymin (T) sowie die beiden Basen Cytosin (C) und Guanin (G) bilden in einem DNA-Doppelstrang jeweils Paare aus, die durch schwache Bindungen zusammengehalten werden. Die Summe dieser Bindungen ist für den Zusammenhalt der beiden DNA-Stränge verantwortlich.
Bassen-Kornzweig-Syndrom Abetalipoproteinämie Syndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut– Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
BBS Bardet-Biedl Syndrom Syndrom mit Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautveränderungen und multiplen Erkrankungen anderer Organsysteme. Mutationen in verschiedenen genen können ursächlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
BBS1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: BBS1 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom
BBS10 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: BBS10 (C12orf58) chaperoninMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom
BBS11 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32
BBS2L1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit BBS7
BBS3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARL6
BBS5 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: flagellar ap paratus-basal body protein DKFZp762194Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom ( BBS)Info: Protein ist Komponente von Zilien, ca. 2% aller BBS-Fälle
BBS6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MKKS
BBS7 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: BBS7 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl SyndromInfo: Protein mit unbekannter Funktion
BBS8 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TTC8
BBS9 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PTHB1
BCD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CYP4V2
BCMAD Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante benigne konzentrische annuläre Makuladystrophie
BCP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW
benigne gutartigin der Regel zur Bezeichnung der Art eines Tumors, auch ein gutartiger Tumor kann durch Verdrängen von anderem Gewebe zu Funktionsstörungen führen
Beschläge Ablagerungen auf der Rückfläche der Hornhaut werden auch Beschläge genannt. Sie können bei Entzündungen im Auge auftreten.
Bevacizumab Handelsname: AvastinEin Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Avastin ist zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen. Aufgrund seiner Verfügbarkeit und der hohen Ähnlichkeit zu Lucentis wird Avastin derzeit ohne Zulassung ( Off-Label-Use) zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen netzhauterkrankungen (z.B. Zentralvenenverschluss, Gefäßneubildungen bei Myopie) weltweit eingesetzt. Gezielte Studien liegen nicht vor, die bisherige Erfahrung zeigt jedoch ähnliche Behandlungsergebnisse wie bei Lucentis. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen eine deutliche Sehverbesserung. Avastin wird Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch ungeklärt.
BF nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFB
BFD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFB
BH Abkürzung für Bindehaut
Bietti’s kristalline Dystrophie Netzhaut– Aderhautdystrophie mit kristallinen Ablagerungen. Diese kann in einer regional begrenzten oder generalisierten Form auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
bilateral beidseitigam Auge: beide Augen betreffend
Bindehaut Konjunktiva, ConjunctivaDurchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet
binokular mit beiden Augen, beidäugig
Biomikroskopie Untersuchung lebenden Gewebes, z.B. des Auges, unter einem Mikroskop z.B. einer Spaltlampe.
Biomorphometrie Ver messung biologischen GewebesAm Auge ist damit in der Regel die Ver messung des Sehnervenkopfes und der Netzhaut mit dem Heidelberg Retina Tomograph ( HRT) gemeint.
Biotechnik In der Biotechnologie werden die natürlich vorhandenen Fähigkeiten von Mikroorganismen, lebenden tierischen und pflanzlichen Zellen oder Enzymen zur Produktion oder Umwandlung von Stoffen genutzt (z.B. für Medikamente wie Insulin).
Biotechnologie In der Biotechnologie werden die natürlich vorhandenen Fähigkeiten von Mikroorganismen, lebenden tierischen und pflanzlichen Zellen oder Enzymen zur Produktion oder Umwandlung von Stoffen genutzt (z.B. für Medikamente wie Insulin).
Bipolarzellen Gruppe neuronale Zellen in der NetzhautDie Bipolarzellen erhalten Ihre Informationen von den Stäbchen und Zapfen und leiten diese weiter an die Ganglienzellen. Sie sind Teil der intraretinalen Transmission der Information.
Birdshot-Chorioretinopathie Spezielle Form einer Autoimmunerkrankung von Netzhaut und Aderhaut, bei der schrotschußartige (= Birdshot) helle Flecken am Augenhintergrund zu sehen sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Bjerrum-Skotom Bogenskotom (auch: Bjerrumskotom)bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom
Bjerrumskotom Bogenskotom (auch: Bjerrum-Skotom)bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom
Blastozyste Vier bis sieben Tage alter Embryo.Er besteht aus bis zu 200 Zellen und hat eine äußere Zellmasse, aus der der Mutterkuchen entsteht und eine innere Zellmasse, die den Fetus bildet.
Blaublindheit TritanopieVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Blauschwäche TritanomalieHerabgesetzte Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Blausinnstörung Störung des Blausinns, die selten angeboren ( Tritanopie, Tritanomalie) oder häufiger erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.
Blauzapfenmonochromasie Angeborene, x-chromosomal vererbte Funktionsstörung der Rot- und Grünzapfen aufgrund eines Gendefekts der Rot-Grün- Opsin– Gen-Gruppe. Es funktionieren nur die Blauzapfen. Deswegen ist die Sehschärfe deutlich herabgesetzt. In der Regel verläuft die Blauzapfenmonochromasie stationär, jedoch kann später im Leben eine Makuladystrophie einsetzen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Blendempfindlichkeit Photophobie, LichtempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen.
Blendungsempfindlichkeit PhotophobieDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) vorkommen.
Blitz-ERG Elektroretinogramm, ERGAufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut, die heute standardisiert mit Lichtblitzen in einer vorne offenen, innen weiß gestrichenen Ganzfeld-Kugel erfolgen.
Blitze sehen LichtblitzeBezeichnung für eine Erscheinung, bei der Lichtblitze im Auge wahrgenommen werden. Blitzartiges Licht kann bei Zug des Glaskörpers auf die Netzhaut entstehen und eine beginnende Netzhautablösung signalisieren. Daher ist beim akuten Auftreten von Lichtblitzen eine Untersuchung der Netzhaut mit Pupillenweitstellung umgehend erforderlich. Es gibt andere Lichterscheinungen im Auge bei Migräne oder verschiedenen Netzhauterkrankungen, die keinen Zusammenhang mit einer Netzhautablösung haben.
Bloch-Sulzberger-Syndrom Incontinentia pigmentiiErkrankung der Haut nach der Geburt, die mit Gefäßveränderungen der Netzheut ähnlich einer Frühgeborenenretinopathie einhergehen können. Die Vererbung ist x-chromosomal. Es sind aber Frauen betroffen, weil männlichen Feten die Entwicklungsstörung nicht überleben. Eine frühzeitige Behandlung wie bei Frühgeborenenretinopathie ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Blow out fracture Blow-out-FrakturBruch des knöchernen Orbitabodens durch einen Schlag auf das Auge (Faust, Squash-, Tennisball). Bei der Blow-out-Fraktur können Muskelfasern eingeklemmt und damit die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt werden. Dies ist oft erst nach Rückbildung eines zusätzlich bestehenden Hämatoms möglich. Je nach Ausmaß und Befund ist eine operative Behandlung notwendig.
Blow-out-Fraktur Bruch des knöchernen Orbitabodens durch einen Schlag auf das Auge (Faust, Squash-, Tennisball). Bei der Blow-out-Fraktur können Muskelfasern eingeklemmt und damit die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt werden. Dies ist oft erst nach Rückbildung eines zusätzlich bestehenden Hämatoms möglich. Je nach Ausmaß und Befund ist eine operative Behandlung notwendig.
Blut-Hirn-Schranke Selektiv durchlässige Barriere zwischen den Blutgefäßen und dem Gehirn. Dadurch wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Gehirn weitgehend aktiv kontrolliert und das Gehirn vor schädlichen Stoffen geschützt. Diese Funktion übernimmt in der Netzhaut die Blut-Retina-Schranke.
Blut-Retina-Schranke Barriere an den Blutgefäßen der Netzhaut und dem retinalen Pigmentepithel zum Schutz der Nervenzellen der Netzhaut. Dadurch wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Netzhaut weitgehend aktiv kontrolliert und die Netzhaut vor schädlichen Stoffen geschützt. Diese Funktion übernimmt im Gehirn die Blut-Gehirn-Schranke.
Bluthochdruck = HypertonieEine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht.
Blutsenkungsgeschwindigkeit = BSGGeschwindigkeit, mit der sich feste (Blutkörperchen) und flüssige (Blutserum) Bestandteile des Blutes trennen (ge messen in einem speziellen Blutentnahmeröhrchen. Eine erhöhte BSG ist ein unspezifischer Hinweis auf Entzündungsprozesse.
Bogenskotom Bjerrum-Skotombogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom
Bradyopsie „Langsamsehen“Aufgrund einer verzögerten Erholung der Photorezeptoren nach Lichtreizung besteht die Schwierigkeit, insbesondere bei niedrigem Kontrast Bewegungen zu verfolgen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Brillenstärke Brechkraft des Brillenglases, angegeben in Dioptrien ( dpt)
BSG = BlutsenkungsgeschwindigkeitGeschwindigkeit, mit der sich feste (Blutkörperchen) und flüssige (Blutserum) Bestandteile des Blutes trennen (ge messen in einem speziellen Blutentnahmeröhrchen. Eine erhöhte BSG ist ein unspezifischer Hinweis auf Entzündungsprozesse.
BSMD Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante schmetterlingsförmige Makuladystrophie
Bulbusprellung Contusio bulbiPrellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann
Bull´s eye Makulopathie Schießscheiben- Makulopathie (eigentlich: Ochsenaugen- Makulopathie)Englischer Ausdruck für eine Schießscheiben- Makulopathie, bei der sich Veränderungen des retinalen Pigmentepithels in Ringform um die Fovea zeigen. Diese Veränderung ist nicht typisch für eine spezifische Netzhauterkrankung, sie kann bei Makuladystrophien, Zapfen-Stäbchendystrophien, aber auch bei Chloroquin-Retinopathie auftreten.
BVA Berufsverband der Augenärzte Deutschlands
c.c. cum correctione Sehschärfe mit Korrektur durch Brillengläser
C1QTNF5 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: C1q and tumor necrosis-related protein 5 collagenMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie mit spätem Beginn, autosomal dominante Makuladystrophie mit Linsenveränderungen
C2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Komplement Komponente 2Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen erhöhen das Risiko für eine AMD. C2 bildet einen zusammenhängenden genkomplex mit CFB
CABP4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: calcium binding protein 4Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)
CAR Carcinom assoziierte RetinopathieAutoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Carcinom assoziierte Retinopathie CARAutoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Cat Abkürzung für CataractWeitere Informationen unter: Katarakt
Cataracta incipiens beginnende Katarakt ( Linsentrübung, grauer Star)
CBD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW
CBP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW
CBT nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW
cc cum correctione Sehschärfe mit Korrektur durch Brillengläser
CDH23 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cadherin-like gene 23Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1d), autosomal rezessive Taubheit
CDHP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3
CDR Cup-Disk-RatioDer Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung ( Exkavation = Cup) in der Papille ( Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal.
CEP290 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: centrosomal protein 290 kDaMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessives Joubert Syndrom, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
Cerclage Eindellende Operation zur Behandlung einer NetzhautablösungUmschnürung des Augapfels mit einem Silikonband mit dem Ziel, die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern. Eine Cerclage kann mit einer Vitrektomie kombiniert werden. In der Gynäkologie bezeichnet eine Cerclage einen ringförmigen Verschluss des Muttermundes, um eine vorzeitige Geburt zu verhindern.
Cerebellum Kleinhirn
CERKL Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ceramide kinase-like proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: Protein hat Bedeutung für das Überleben von Nervenzellen, u.a. in den Ganglienzellen der Netzhaut
CFB Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Komplement Faktor BMit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen erhöhen das Risiko für eine AMD. CFB bildet einen zusammenhängenden genkomplex mit C2
CFH Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Komplement Faktor HMit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Tyr402His) erhöhen das Risiko für eine AMD um das 2-7fache
Chalazion HagelkornSchmerzfreie Verdickung am Augenlid durch Sekretstau der Liddrüsen. Eine operative Entfernung ist möglich.
Chimäre nicht einheitlich verwendeter Begriff. Lebewesen oder Gewebe aus Zellen verschiedenen Genotyps (Hybrid)
Chloroquin-Retinopathie Resochin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin)Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen bei längerdauernder Chloroquin-Behandlung wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.
chorioatrophisch Bereich mit Aderhautatrophie
chorioidal auch: choroidaldie Aderhaut betreffend
Chorioidea Aderhaut (auch: Choroidea):Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.
Chorioidemie auch Choroideremie:Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1- Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe, Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion
Choriokapillaris Schicht kleiner Aderhautgefäße zwischen dem retinalen Pigmentepithel und den großen Aderhautgefäßen
Choriopathie Unspezifischer Oberbegriff für Erkrankungen der Aderhaut
chorioretinale Anastomose Verbindung zwischen den normalerweise getrennten Blutgefäßsystemen der Aderhaut ( Choroidea) und Netzhaur ( Retina) im Rahmen von Netzhauterkrankungen (z.B. altersabhängiger Makuladegeneration)
Chorioretinitiis Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut ( Retina). Im engeren Sinne sind mit der Chorioretinitis entzündliche Erkrankungen gemeint, der Begriff wird teilweise aber auch für Erkrankungen ohne eindeutige entzündliche Ursache verwendet.
Chorioretinopathia centralis serosa Retinitis centralis serosa, Retinopathia centralis serosa, RCSErkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.
Chorioretinopathie Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut ( Retina).
choroidal auch: chorioidaldie Aderhaut betreffend
Choroidale Neovaskularisation CNV, subretinale Neovaskularisation ( SRN)Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluorescein-Angiographie.
Choroidea Aderhaut (auch: Chorioidea):Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.
Choroideremie auch Chorioideremie:Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1- Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe. Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Choroiditis serpiginosa Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut, bei der es schubweise zu rundlich-ovalären Entzündungsherden in der Nähe der Papille und in der Makula kommt. Wenn die Fovea mitbetroffen ist, kommt es in der Regel zu einer deutlichen Visusminderung. Eine gesicherte Behandlung existiert nicht. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Chromosom aus DNA und Proteinen aufgebaute Bestandteile innerhalb eines Zellkerns, welche die Erbinformation enthalten. Die Anzahl und Gestalt der Chromosomen ist artspezifisch. Beim Menschen enthält jede Körperzelle 23 Chromosomenpaare: 22 Paare von Autosomen, ein Paar Geschlechtschromosomen (diploider Chromosomensatz); jede Keimzelle enthält die Chromosomen nur einmal (haploider Chromosomensatz)
Chromosomen-Aberration Fehlerhafte Anzahl der Chromosomen durch falsche Verteilung bei der Chromosomen bei der Zellteilung. Chromosomale Aberrationen im Embryo führen meistens zu einem Abort, in bestimmten Fällen der Trisomie sind Kinder lebensfähig
chronisch meist langsam beginnender, andauernder, anhaltender Verlauf einer Erkrankung (im Gegensatz zu: akut)
Cilie Zilie1. Haare an den Lidrändern2. Zellfortsätze des Flimmer epithels in den Luftwegen3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut ( Photorezeptoren)
cilioretinal Begriff für Blutgefäße, die an der Papille von der Aderhaut aus einen Bereich der Netzhaut versorgen. Bei einem Verschluss der Zentralarterie können diese unter Umständen einen Teil der Netzhaut mit Blut versorgen. Nur bei einem Teil der Menschen existieren relevante cilioretinale Gefäße.
CNCG nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1
CNCG1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1
CNCG2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1
CNCG3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3
CNCG3L nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1
CNGA1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rod cGMP-gated channel alpha subunit (Alpha-Untereinheit eines stäbchenspezifischen cGMP-gesteuerten Ionen-Kanals)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
CNGA3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cone photoreceptor cGMP-gated cation channel alpha subunit (zapfenspezifische alpha-Untereinheit eines cGMP-gesteuerten Kationenkanals)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / StäbchenmonochromasieInfo: Ursache für 20-30% der Achromatopsien
CNGB3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cone cyclic nucleotid-gated cation channel beta 3 subunit (zapfenspezifische beta 3-Untereinheit eines cGMP-gesteuerten Kationenkanals)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie, autosomal rezessive ZapfendystrophieInfo: Ursache für ca. 50% der Achromatopsien
CNV Choroidale Neovaskularisation, subretinale Neovaskularisation ( SRN; SNV)Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.
COD3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A
COL11A1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Collagen, Typ XI, alphaAssoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Stickler Syndrom, Typ II, autosomal dominantes Marshall Syndrom
COL2A1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: collagen, type II, alpha 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Stickler Syndrom, Typ I; autosomal dominantes Wagner Syndrom, autosomal dominante epiphyseale Dysplasie
COL9A1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Kollagen, Typ IX, alpha-1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Stickler Syndrom, autosomal dominante multiple epiphyseale Dysplasie (M ED)
Conjunctiva Bindehaut, KonjunktivaDurchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet
Conjunctivitis auch: KonjunktivitisEntzündung der Bindehaut des Auges
Conjunctivitis sicca Trockenes AugeUrsache ist eine verminderte oder inadäquat zusammengesetzte Tränenflüssigkeit. Eine Behandlung ist mit künstlichen Tränen möglich.
Contusio bulbi BulbusprellungPrellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann
CORD2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRX
CORD6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D
CORD7 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1
CORD8 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-StäbchendystrophieInfo: bisher nur 1 Familie
CORD9 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie
Cornea Hornhaut (auch: Kornea):Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über.
Cornea guttata krankhafte Veränderung der Hornhaut, die mit unregelmäßigen Verdickungen an der Hornhautrückfläche einhergeht. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Flüssigkeitseinlagerungen in die Hornhaut ( Hornhautödem).
Corpus ciliaris Strahlenkörper; ZiliarkörperTeil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.
Corpus geniculatum Schaltstelle im Gehirn, an der die Nervenfasern des Sehnerven enden und die Weiterverarbeitugn der Sehinformation im Gehirn beginnt. Spezifische Informationsweiterleitung an die Sehrinde.
Corpus vitreus GlaskörperDurchsichtige gelartige Masse, die im Augeninneren den Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Wesentliche Aufgaben hat der Glaskörper bei der Augenentwicklung vor der Geburt. Mit zunehmendem Alter verflüssigt sich der Glaskörper, es können Glaskörpertrübungen auftreten.
CORS1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JBTS1
CORS2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Cerebello-okulo-renales Syndrom)
Cover-Test Abdecktest, CovertestDer Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.
Covertest Abdecktest, Cover-TestDer Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.
CRALBP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RLBP1
CRB1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: crumbs homolog 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit erhaltenem para-arteriolarem Pigmentepithel ( RP12), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit Coats-ähnlichen Gefäßveränderungen, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose, autosomal dominante pigmentierte paravenöse chorio retinale AtrophieInfo: wichtig für die frühe Entwicklung der Netzhaut
Criswick-Schepens-Syndrom Familiäre exsudative VitreoretinopathieAngeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie- Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Cryo kurz für: Kryokoagulation, Cryokoagulation, auch: KryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.
Cryokoagulation auch: Kryokoagulation, kurz: Cryo, KryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.
CSMÖ Klinisch signifikantes MakulaödemFlüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist.
CSNB1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NYX
CSNB2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F
CSNB3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PDE6B
CSNBX2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F
CSPG2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: chondroitin sulfate proteoglycan 2 (versican)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Wagner Syndrom, autosomal dominante erosive VitreoretinopathieInfo: Genprodukt ist eine Komponente der strukturellen Aufbaus des Glaskörpers
CTRP5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit C1QTNF5
Cup-Disk-Ratio Abkürzung: CDRDer Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung ( Exkavation = Cup) in der Papille ( Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal.
Cyclolat Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis). Die Wirkung hält nur begrenzte Zeit an (im Gegensatz zu Atropin)
Cycloplegie Verfahren zur Lähmung der Akkomodation der Augenlinse mit Augentropfen ( Atropin, Cyclop entolat), um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis)
cyl Abkürzung für Zylinder, der Anteil der zusätzlichen Brechkraft eines Brillenglases, der nur in einer bestimmten Richtung (Achse) vorliegt.
CYMD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MDDC
CYP4V2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cytochrom P450 4V2Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Bietti kristalline cor neo retinale DystrophieInfo: vermutete Bedeutung für Fettsäure- und Steroid-Stoffwechsel
Cytosin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin
DD Differenzialdiagnose, DifferentialdiagnoseMögliche andere Diagnose
DDP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A
DDP2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A
Debilitas Debilität, Schwachsinnigkeit
Decalin Ein Perfluorcarbon ( PFCL)Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.
Degeneration Durch erworbene Krankheitsprozesse bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Dystrophie und Degeneration werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.
degenerativ mit einer Degeneration zusammenhängend
Dehnungsherde Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.
Dehnungsveränderung Dehnungsherde bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.
Desoxyribonukleinsäure DNS, sehr häufig wird die englische Abkürzung DNA verwendetBezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.
Deuteranomalie GrünschwächeHerabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Deuteranopie GrünblindheitVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft DOGDeutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft der Augenärzte. www.dog.org
DFN1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A
DFNA38 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit WFS1
DFNB12 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23
DFNB18 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1C
DFNB2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A
DFNB23 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15
DFNB6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH2B
DGII Deutsche Gesellschaft für Intraokularlinsen ImplantationWissenschaftliche Fachgesellschaft für o perierende Augenärzte
DHRD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1
Diabetes mellitus “Zuckerkrankheit“Der Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Einer der möglichen Spätschäden ist eine „ Diabetische Retinopathie„. Da diese zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich.
diabetisch mit einem Diabetes mellitus zusammenhängend
Diabetische Retinopathie Netzhauterkrankung aufgrund eines Diabetes mellitusDer Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Dadurch entsteht eine Minderdurchblutung der Netzhaut (Ischämie). Diese kann zu Netzhautblutungen, Mikroaneurysmen, kleinen Gefäßverschlüssen (Cotton-wool-Herde) und Gefäßneubildungen ( Proliferationen) führen. Eine frühzeitige Behandlung mit Laser kann das Auftreten von Komplikationen wie eine Glaskörperblutung, Traktionsablatio und ein Sekundärglaukom bei Rubeosis iridis (Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut) weitgehend verhindern. Unbehandelt kann eine diabetische Retinopathie zur Erblindung führen. Da die diabetische Retinopathie zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich.
Diagnose festgestellte Erkrankung eines Patientenz.B. Makuladegeneration, Hypertonie, Diabetes mellitus
Differentialdiagnose Differenzialdiagnose, DifferentialdiagnostikAbwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen
Differentialdiagnostik Differenzialdiagnose, DifferentialdiagnoseAbwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen
Differenzialdiagnose Differentialdiagnose, DifferentialdiagnostikAbwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen
Differenzierung Entwicklung einer Zelle zu einem spezifischen Zelltyp. Die Differenzierung von Stammzellen kann durch die Zugabe oder den Entzug bestimmter Wachstums- und Differenzierungsfaktoren eingeleitet werden.
Diffuse Choriokapillariatrophie Aderhautdystrophie, die vorwiegend im Bereich der Makula beginnt und nach peripher fortschreitet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
digenisch durch zwei GeneErkrankung, die durch Mutationen in zwei Genen verursacht wird. Dies ist sehr selten, an der Netzhaut nur für eine digenische Retinitis pigmentosa bei Mutationen im ROM1– und RDS– Gen bekannt.
Dioptrie Abkürzung: dptMaßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)
Diploid Bezeichnung für einen Chromosomensatz, in dem jedes Chromosom zweifach vorhanden ist. Somatische Zellen weisen im Unterschied zu Keimzellen des Menschen einen diploiden Chromosomensatz auf.
Direkte Pupillenreaktion Verengung der Pupille durch Beleuchtung des untersuchten Auges
Disziforme Narbe auch: Junius-Kuhnt: benannt nach den Augenärzten Junius und KuhntSpätstadium der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der Makula besteht dann eine Bindegewebsnarbe unter der Netzhaut, die Photorezeptoren sind untergegangen. Eine Behandlung ist nicht möglich. Wird manchmal auch als fibrovaskuläre Narbe bezeichnet.
DMDF nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1
DNA Desoxy ribonucleinic acid, sehr häufig verwendete englische Abkürzung anstelle von deutsch: DNS ( Desoxyribonukleinsäure)Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.
DNS Desoxyribonukleinsäure, sehr häufig wird die englische Abkürzung DNA verwendetBezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.
DOG Deutsche Ophthalmologische GesellschaftDeutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft der Augenärzte. www.dog.org
Dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie Sehr seltene, dominant vererbte Netzhaut– Glaskörpererkrankung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Dominante zystoide Makuladystrophie Sehr seltene Form einer Makuladystrophie mit Ausbildung zystoider Veränderungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Doyne’sche Honeycomb Drusen Familiäre Drusen, Malattia leventineseAutosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1– Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
dpt Dioptrie:Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)
Drusen Drusen bezeichnen am Auge Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die entweder im retinalen Pigmentepithel (z.B. bei altersabhängiger Makuladegeneration) oder in der Papille ( Drusenpapille) auftreten können
Drusenmakulopathie Erkrankung der Makula mit Ansammlung von Drusen. Am häufigsten als frühes Stadium eienr altersabhängigen Makuladegeneration, es gibt aber auch andere angeborene Erkrankungen mit Drusenansammlung in der Makula.
Drusenpapille Bei der Drusenpapille kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten im Sehnervenkopf. Ein autosomal dominanter Erbgang wird vermutet. Häufig sind die Drusen sehr gering ausgeprägt, so dass sie keine Beschwerden machen und nur zufällig bei einer Untersuchung des Augenhintergrundes auffallen. Sind die Drusen sehr stark ausgeprägt, kommt es zu einer Verdrängung von Sehnervenfasern und damit zu Gesichtsfeldausfällen. Eine gesicherte Behandlung der Drusen existiert nicht.
Drusinosis Beschreibung für eine Ansammlung von Drusen
Dunkeladaptation Anpassung des Auges an eine dunkle Umgebung
Durchblutungsstörungen Oberbegriff für Störungen der DurchblutungAn der Netzhaut können eindeutige direkte Störungen der Durchblutung (Arterienverschluss, Venenverschluss), aber auch indirekte Störungen der allgemeinen Durchblutung Krankheiten verursachen. Allerdings ist die Bedeutung der Durchblutung insbesondere bei den indirekten Störungen nicht immer gesichert.
Dystrophie Durch anlagebedingte genetische Ursachen bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Degeneration und Dystrophie werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.
ED = Enzephalomyelitis disseminata, Multiple Sklerose, MSErkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.
EFEMP1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: EGF-containing fibrillin-like extracellular matrix protein 1 (fibulin 3)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante radiäre Drusen (= Doynesche Honeycomb Drusen = Malattia Leventinese)Info: Eine einzige Mutation in diesem Protein wurde bei allen untersuchten Personen gefunden
Eindellende Operation Oberbegriff für Operationen zur Behandlung einer Netzhautablösung, bei der Kunststoffmaterial außen auf die Sklera ( Lederhaut) aufgenäht wird. Unterschieden werden Plombe und Cerclage.
ekto außen, außerhalb Ektoderm: äußeres der drei Keimblätter eines EmbryosEktomie: Herausschneiden (z.B. des Glaskörpers = Vitrektomie)
Ektoderm Das äußere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das mittlere Keimblatt ist das Mesoderm, aus dem sich u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entwickeln. Das innere Keimblatt ist das Entoderm, aus dem u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entstehen.
Elektrookulogramm EOG:Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale des retinalen Pigmentepithels
Elektroretinogramm ERG:Auch Ganzfeld-ERG oder Blitz-ERG. Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut. Spezielle Formen sind das Multifokale ERG ( mfERG) und das Muster-ERG ( PERG)
ELOVL4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: elongation of very long fatty acids proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Stargardt-ähnliche Makuladystrophie
Embryo Frucht in der Gebärmutter während der Zeit der Organentwicklung, also der ersten zwei Schwangerschaftsmonate. Im Anschluss an die Organentwicklung wird bis zum Ende der Schwangerschaft vom Fetus gesprochen.
embryonale Stammzellen können entweder aus der inneren Zellmasse der Blasytozyste (vier bis sieben Tage alter Embryo) oder aus der Keimbahn von abgetriebenen Feten gewonnen werden. Die fetalen Stammzellen sind Vorläufer der Ei- bzw. Samenzellen und können im Labor zu embryonalen Keimzellen weiterentwickelt werden.
Endogen von innen heraus kommendz.B. eine vom Körper her entstandene Krankheit. Am Auge z.B. oft bei einer Entzündung der Uvea ( Uveitis)
Endotamponade Begriff für Substanzen, die nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) im Glaskörperraum zur Stabiloisierung der Netzhaut eingegeben werden. Gasförmige Tamponaden (Luft, Schwefelhexafluorid ( SF6) verflüchtigen sich nach einer Zeit und werden durch das Kammerwasser im Augeninneren ersetzt. Flüssige Tamponaden (z. B. Silikon) stabilisieren die Netzhaut länger, müssen aber in einem weiteren Eingriff wieder entfernt werden.
Enhanced S Cone Syndrom Abkürzung: ESCS; Goldmann Favre SyndromSeltene Form einer autosomal rezessiven Netzhautdystrophie, bei der es zu einer Fehlentwicklung bei der Zapfenentstehung kommt. Dadurch ist die Zahl der Blauzapfen (S cones) um ca. 75fach erhöht, während die anderen zapfen in der Zahl veringert sind und die Stäbchen nicht funktionieren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
ent- ento, innen Entoderm: inneres Keimblatt
ento ent, innen Entoderm: inneres Keimblatt
Entoderm Das innere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entwickeln. Das äußere Keimblatt ist das Ektoderm, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das mittlere Keimblatt ist das Mesoderm, aus dem u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entstehen.
Enzephalomyelitis disseminata Multiple Sklerose, Abkürzung: MS, EDErkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.
EOG ElektrookulogrammAufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale des retinalen Pigmentepithels
epi darauf, darüberEpi retinal: auf der Netzhaut
epiretinal präretinal, vor der Netzhaut
Epiretinale Gliose Macular pucker Membranbildung auf der Netzhautoberfläche im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, die sich durch Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) und Sehverschlechterung bemerkbar macht. Diese wird durch eine Vitrektomie behandelt. Die Erfolgsaussichten auf eine gute Sehschärfe nach der Operation sind besser, wenn die Sehschärfe noch nicht zu weit herabgesunken ist.
Epithelgewebe Zusammenhängende Zellschicht, die innere und äußere Körperoberflächen bildet
Erbgut Das Erbgut des Menschen befindet sich im Kern der Zelle auf 23 Chromosomenpaaren, von denen 22 genau gleich sind und das 23. abhängig vom Geschlecht verschieden ist.
ERG Elektroretinogramm:Auch Ganzfeld-ERG oder Blitz-ERG. Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut. Spezielle Formen sind das Multifokale ERG ( mfERG) und das Muster-ERG ( PERG)
Erosio kurz für: HornhauterosioOberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab.
Erosive Vitreoretinopathie Sehr seltene, autosomal dominant vererbte Netzhaut– Glaskörperdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
ERVR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CSPG2
ESCS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NR2E3
EVR1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FZD4
EVR2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NDP
EVR3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie
EVR4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5
Excavation Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann.
Exkavation Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann.
Exkavationstiefe Tiefe der Exkavation der Papille
exkaviert Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann.
Exogen von außen her verursachtäußere Krankheitsursachen sind u.a. Krankheitserreger (Viren, Bakterien), Verletzungen, Gifte, allergisch wirkende Substanzen
Exposition Das Ausgesetztsein gegenüber einem äußeren, möglicherweise schädlichem Einfluss (z.B. Rauchen)
Exsudative Ablatio retinae Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache.
Exsudative Amotio retinae Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache.
Exsudative Makuladegeneration Feuchte Makuladegeneration: Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung.
Exsudative Netzhautablösung Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache.
Extrakapsulär außerhalb, ohne die KapselBei der extrakapsulären Kataraktextraktion wird die getrübte Augenlinse unter Belassen der hinteren Linsenkapsel entfernt, in der Regel mit Phakoemulsifikation.
FA siehe: Fluoreszenzangiografie
FAF FundusautofluoresenzUntersuchung des Augenhintergrundes beruhend auf der Autofluoreszenz. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluorescein-Angiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.
FAG siehe: Fluoreszenzangiografie
Familiäre Drusen Doyne“sche Honeycomb Drusen, Malattia leventineseAutosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1– Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Familiäre exsudative Vitreoretinopathie Angeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie- Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Familiäre foveale Retinoschisis Extrem seltene, autosomal rezessiv vererbte Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Familienanamnese Erhebung des Stammbaums und der Krankengeschichte der Familienangehörige
Farbenblindheit Eine vollständige Farbenblindheit ( Achromatopsie) liegt bei Fehlen der Funktion aller Zapfen vor und ist selten. Sie ist verbunden mit einer reduzierten Sehschärfe und oft mit einem Nystagmus ( Augenzittern). Bei 9% aller Männer bestehen angeborene Rot- oder Grünsinnstörungen mit normaler Sehschärfe. Diese werden umgangssprachlich leider oft auch als Farbenblindheit bezeichnet.
Farbensehen Farbsinn, FarbsehenIn der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.
Farbsehen Farbsinn, FarbensehenIn der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.
Farbsinn Farbsehen, FarbensehenIn der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.und des Nervus opticus.
Farbsinnstörung Störung des Farbensehens, die angeboren (oft fälschlicherweise als Farbenblindheit bezeichnet) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.
Farbwahrnehmung Farbsehen, Farbensehen, FarbsinnIn der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.
Farnsworth 100 Hue Test Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens
FBLN3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1
FBLN5 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: fibulin 5Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: familiäre alterabhängige Makuladegeneration (AMD)Info: nachweisbar bei ca 1,7% der Patienten mit AMD
FBLN6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARMD1
Fenestrated Sheen Makuladystrophie Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
fetal zu einem Fetus gehörig, von einem Fetus abstammend
Fetus Frucht in der Gebärmutter nach der Zeit der Organanlage, also ab dem dritten Schwangerschaftsmonat, bis zum Ende der Schwangerschaft. Während der Organanlage wird die Gebärmutterfrucht als Embryo bezeichnet.
Feuchte AMD Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung.
Feuchte Makuladegeneration Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung.
FEVR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FZD4
FIBL6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARMD1
Fibrose Vermehrung von BindegewebeOft als Narbenbildung im Rahmen von Erkrankungen, z.B. subretinale Fibrose bei altersbedingter Makuladegeneration
Fibrovaskuläre Narbe Narbengewebe bestehend aus Bindegewebe und Blutgefäßen. In der Regel wird damit ein Spätstadium einer feuchten altersabhängigen Makuladegeneration bezeichnet. Ein anderer Begriff dafür ist disziforme Makulopathie.
FLA siehe: Fluoreszenzangiografie
Floater bewegliche Glaskörpertrübung
Fluorescein Fluorescein-Natrium Fluorescein-Natrium ist der am häufigsten verwendete Farbstoff bei der Fluoreszenzangiografie. Er ist gut geeignet zur Darstellung von Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut.
Fluorescein-Angiografie Fluoreszenzangiografie mit dem Farbstoff Fluorescein
Fluorescein-Angiographie Fluoreszenzangiografie mit dem Farbstoff Fluorescein
Fluorescein-Natrium kurz: Fluorescein Fluorescein-Natrium ist der am häufigsten verwendete Farbstoff bei der Fluoreszenzangiografie. Er ist gut geeignet zur Darstellung von Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut.
Fluoreszenz Lichtausstrahlung von einem Objekt, das durch externe Lichtanregung entsteht. In der Regel verändert sich dabei die Wellenlänge des Lichts. Fluoreszenzeffekte macht man sich bei der Fluoreszenzangiografie zur Darstellung krankhafter Netzhautveränderungen zu nutze.
Fluoreszenz-Angiografie siehe: Fluoreszenzangiografie
Fluoreszenz-Angiographie siehe: Fluoreszenzangiografie
Fluoreszenzangiografie Darstellung der Gefäßsysteme der Netzhaut ( Retina) und der Aderhaut ( Choroidea) durch intravenöse Injektion eines Farbstoffes unter Einsatz einer Fototechnik mit spezifisch gefiltertem Licht. Verwendete Farbstoffe sind Fluorescein-Natrium oder Indocyaningrün. Durch die Fluoreszenzangiografie können insbesondere Gefäßveränderungen der Netzhaut und Aderhaut dargestellt werden, z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder entzündlichen Netzhauterkrankungen.
Fluoreszenzangiographie siehe: Fluoreszenzangiografie
Fokus Brennpunkt (einer Linse)
Foramen LochIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten.
Foramina Mehrzahl von Foramen
Fovea Fovea centralisStelle des schärfsten Sehens: im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren. In diesem Areal sind zusätzlich die Nervenfasern der Netzhaut seitlich verlagert, um eine optimale Sehschärfe zu gewährleisten.
Fovea centralis meist kurz als: FoveaStelle des schärfsten Sehens: im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren. In diesem Areal sind zusätzlich die Nervenfasern der Netzhaut seitlich verlagert, um eine optimale Sehschärfe zu gewährleisten.
Foveolarreflex Reflex, der bei der Beobachtung des Augenhintergrundes bei der Ophthalmoskopie in der Grube der Fovea entsteht
Fremdanamnese Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten von einer dritten Person (Eltern, Angehörige)
früh beginnend im Kindesalter beginnende Erkrankungz.B. früh beginnende Retinitis pigmentosa
Frühgeborenenretinopathie Retinopathia prämaturorum ( RPM), engl.: retinopathy of prematurity ( RPM)Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.
Fuchs`scher Fleck Bezeichnung für eine akute Makulaerkrankung bei hoher Myopie. Es entsteht dabei eine choroidale Neovaskularisation, die zu einer Blutung unter die Netzhaut in der Makula führen kann. In diesem Fall ist eine Angiographie zur Abklärung angezeigt und je nach Befund die Behandlung mit einer photodynamischen Therapie möglich.
Fundus albipunctatus Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit. Typisch sind eine stark verzögerte Dunkeladaptation und kleine weiße Flecken am Augenhintergrund. Zusätzlich kann eine Zapfendystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Fundus flavimaculatus Gelbliche Flecken am hinteren Augenpol, die typisch für M. Stargardt sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Fundus hypertonicus Hypertensive Retinopathie Netzhautveränderungen am Augenhintergrund bei arterieller Hypertonie
Fundus oculi AugenhintergrundBei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea ( Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale ( Makula, Netzhaut peripherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhaut peripherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden.
Fundus-Autofluoreszenz siehe: Fundusautofluoreszenz
Fundusautofluoreszenz = FAFUntersuchung des Augenhintergrundes beruhend auf der Autofluoreszenz. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.
Funduskontrolle Kurzwort, das die Notwendigkeit einer Kontroll-Untersuchung des Augenhintergrundes (Fundus) bezeichnet
Funduskopie Netzhautuntersuchung, OphthalmoskopieUntersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)
Fundusspiegelung Netzhautuntersuchung, Ophthalmoskopie, FunduskopieUntersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)
Fundusuntersuchung Funduskopie, OphthalmoskopieUntersuchung des Augenhintergrundes
FZD4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: frizzled-4 Wnt receptor homologMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie
Ganglienzellen Gruppe neuronale Zellen in der NetzhautDie Ganglienzellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, den amakrinen Zellen und in geringem Umfang direkt von den Photorezeptoren. Die Ausläufer der Ganglienzellen bilden den Sehnerv und damit die Verbindung von Auge zum Gehirn. Die meisten Nervenfasern der Ganglienzellen enden am Corpus geniculatum.
Ganzfeld-ERG Elektroretinogramm, ERGAufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut, die heute standardisiert mit Lichtblitzen in einer vorne offenen, innen weiß gestrichenen Ganzfeld-Kugel erfolgen.
GAR1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1
GARP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1
GCAP1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A
GCAP2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1B
GCP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW
GDx Verfahren zur Untersuchung der Nervenfaserschicht bei Glaukom
Gelber Fleck Bezeichnung für die Makula (Stelle des schärfsten Sehens)Die Bezeichnung entstammt der Untersuchung von Leichenaugen, bei denen die Gelbfärbung der Makula besonders gut erkennbar ist.
Gen kleinste Einheit des Erbguts, des Genoms, und damit Träger einer Erbinformation. Das Erbgut ist in der DNA, dem Fadenmolekül im Kern jeder Zelle lokalisiert. Das Gen beschreibt einen bestimmten funktionsfähigen Abschnitt der DNA, der aufgrund der Reihenfolge der Nukleotide bestimmte Funktionen, Eigenschaften, Merkmale und Strukturen der Zelle bestimmt. Die jeweiligen Ausprägungen erfolgen in Wechselwirkung mit anderen Genen und der Umwelt. Jede Zelle eines Körpers enthält alle Gene, und zwar doppelt, eine Kopie stammt von der Mutter, die andere vom Vater.
Gen-Symbol international anerkannte Kurzbezeichnung für ein Gen, die sich meist entweder aus einer Abkürzung für das Genprodukt (z.B. RHO für Rhodopsin) oder aus einer Abkürzung für die verursachte Erkrankung (z.B. CHM für Choroideremie) ergibt
Genese Entstehungin der Medizin meist Entstehung einer Erkrankung ( Pathogenese)
genetischer Code spezifischer Informations- und Übersetzungsschlüssel der DNA zur Produktion von Aminosäuren. Jeweils drei Basen der DNA bestimmen eine Aminosäure im Protein. Zusätzlich gibt es andere Informationen (z.B. Stopcodons für das Ende des Proteins).
Genexpression Vorgang, bei dem die Erbinformation, die in einem Gen gespeichert ist, „abgelesen“ und in ein Genprodukt, zum Beispiel ein Protein, umgesetzt wird.
Genitalhypoplasie Unterentwicklung der Genitalorgane
Genklonierung Isolierung eines Gens aus einem Organismus (Mensch/Tier/Pflanze) und dessen Vermehrung in einem anderen zum Beispiel in einem Bakterium. Basis des Klonierens ist die Isolierung, Modifikation und Verknüpfung spezifischer DNA-Moleküle zu neuen Funktionseinheiten durch Einschleusen neu kombinierter DNA in bestimmte Zellen.
Genom Gesamtheit der im Kern jeder Zelle eines Organismus gespeicherten Erbinformation ( Erbgut) = Gesamtheit aller Gene eines Organismus. Jeder Zellkern enthält das gesamte Genom. Beim Menschen ist das Erbgut in ausgestreckter Form etwa zwei Meter lang. In der Zelle liegen die DNS-Fäden daher gekrümmt und gefaltet als „Chromatin“ vor. Während der Zellteilung wird das Chromatin noch dichter gefaltet in Chromosomen. Auch bei der Vererbung liegt die DNA als Chromosomen vor.
Genotyp Sammelbegriff für alle in den Genen festgelegten Erbinformationen.
Gensequenzierung Bestimmung der Abfolge der Bausteine der gesamten DNA eines Organismus.
Gensymbol international anerkannte Kurzbezeichnung für ein Gen, die sich meist entweder aus einer Abkürzung für das Genprodukt (z.B. RHO für Rhodopsin) oder aus einer Abkürzung für die verursachte Erkrankung (z.B. CHM für Choroideremie) ergibt
Gentechnik Die Gentechnik oder DNA– Rekombinationstechnik umfasst alle Verfahren, die auf die gezielte Veränderung des Erbgutes ausgerichtet sind und beinhaltet die Isolierung, Charakterisierung, Vermehrung und Neukombination von DNA (auch über Artgrenzen hinweg). Bei gentechnischen Verfahren wird DNA in isolierter Form verändert (mutiert),Prinzip: Fremde DNA wird isoliert, „ Vektoren“ werden mit dieser „beladen“ und in einen Wirtsorganismus eingeschleust. Die Vektoren integrieren die fremde DNA in den Wirtsorganismus und veranlassen die Zelle, die fremde DNA zu reproduzieren.
Gentest Analyseverfahren zur Diagnostik genetisch bedingter Erkrankungen.
Gentherapie Behandlung einer Krankheit durch gezielte Veränderung der Erb substanz.
Geographische Atrophie Spezielle Form der trockenen Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Dabei kommt es zu einem fleckförmigen Untergang von Photorezeptoren, Pigmentepithel und Choriokapillaris am hinteren Augenpol. Die atrophischen Flecken vergrößern sich langsam und wachsen zusammen.
Gerstenkorn HordeolumSchmerzhafte Entzündung der Liddrüsen mit Verdickung am Augenlid. Antibiotische Behandlung, ggf. operative Entfernung (Inzision) ist sinnvoll.
Geschlechtschromosomen X-Chromosom und Y-Chromosom.Frauen haben zwei X-Chromosome, aber kein Y-Chromosom in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen.
Gesichtsfeld Der Bereich, der mit einem Auge ohne Augenbewegungen erfasst werden kann. Die Prüfung des Gesichtsfeldes erfolgt mit der Perimetrie. Gesichtsfeldausfälle werden als Skotome bezeichnet.
Gesichtsfeldausfall SkotomDieser kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen.
Gipfelzeit Meß parameter bei elektrophysiologischen Untersuchungen, beschreibt die Zeit, bis eine bestimmte Potentialänderung ihren Gipfel erreicht hat
GK Glaskörper, Corpus vitreousDer Glaskörper füllt das Augeninnere zwischen Netzhaut und Linsenrückfläche aus. Er wird untersucht bei der Beurteilung des Augenhintergrundes mit der Ophthalmoskopie. Eine operative Glaskörperentfernung heißt Vitrektomie.
Glasauge AugenprotheseNach Entfernung eines Auges wird eine Augenprothese aus speziellem Glas oder Kunststoff von einem Okularisten individuell angepasst. Die hohe Beweglichkeit moderner Augenprothesen lassen dieses Glasauge im täglichen Leben kaum auffallen. Eine Augenprothese muss ca. jährlich erneuert werden.
Glaskörper Corpus vitreous (Abkürzung: GK)Der Glaskörper füllt das Augeninnere zwischen Netzhaut und Linsenrückfläche aus. Er wird untersucht bei der Beurteilung des Augenhintergrundes mit der Ophthalmoskopie. Eine operative Glaskörperentfernung heißt Vitrektomie.
Glaskörperabhebung Abhebung des Glaskörpers von der Netzhaut im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses. Die Glaskörperabhebung kann sich durch ein plötzliches Auftreten von Glaskörpertrübungen, aber bei bestehenden Glaskörpertraktionen auch durch Blitzen bemerkbar machen.
Glaskörperaspiration Ansaugen von Glaskörper zur Entnahme einer Probe für weitere Untersuchungen
Glaskörperdegeneration GlaskörperdestruktionUntergang der normalen Struktur des Glaskörpers. Die gelartige Struktur des Glaskörpers geht dabei verloren durch Trennung der festen Bestandteile und der Flüssigkeit (Verflüssigung des Glaskörpers). Die Verdichtung der festen Anteile des Glaskörpers hat Glaskörpertrübungen zur Folge. Eine Glaskörperdegeneration tritt im Laufe des Lebens bei fast allen Menschen auf. Hoch Kurzsichtige sind früher betroffen. Eine Glaskörperdegeneration ist Voraussetzung für die Entstehung einer Netzhautablösung.
Glaskörperdestruktion GlaskörperdegenerationUntergang der normalen Struktur des Glaskörpers. Die gelartige Struktur des Glaskörpers geht dabei verloren durch Trennung der festen Bestandteile und der Flüssigkeit (Verflüssigung des Glaskörpers). Die Verdichtung der festen Anteile des Glaskörpers hat Glaskörpertrübungen zur Folge. Eine Glaskörperdegeneration tritt im Laufe des Lebens bei fast allen Menschen auf. Hoch Kurzsichtige sind früher betroffen. Eine Glaskörperdegeneration ist Voraussetzung für die Entstehung einer Netzhautablösung.
Glaskörperstrang Verdichtung im Glaskörper, die einen Zug ( Traktion) auf die Netzhaut ausüben kann. Behandelbar mit einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie).
Glaskörpertraktion Zug eines nicht normalen Glaskörpers an der Netzhaut
Glaskörpertrübung Trübung im Glaskörper, die sich als störender, beweglicher Schatten insbesondere bei hellem Licht bemerkbar machen kann. Sie werden auch als „ Mouches volantes“ (fliegende Mücken) bezeichnet. Fast jeder Mensch hat Glaskörpertrübungen, nur in wenigen Fällen sind sie so störend, dass eine Operation erforderlich ist.
Glaukom zusammenfassende Bezeichnung für alle Augenkrankheiten mit erhöhtem Augeninnendruck, der zur Schädigung von Sehnerv und Netzhaut (sogar zur Erblindung) führen kann. Im häufigen chronischen Verlauf treten unbemerkt zunehmende Gesichtsfeldausfälle auf, die erst in fortgeschrittene Stadien auffallen. Seltener treten glaukomtypische Schäden auch bei „normalem“ Augendruck auf (Niederdruckglaukom; low-tension- Glaukom). Bei bestimmten Netzhauterkrankungen (z.B. diabetische Retinopathie kann als Komplikation ein Sekundärglaukom auftreten.
Glaukomanfall akutes EngwinkelglaukomDurch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich.
Gliom Nerventumorim Bereich des Sehnerven häufig in der Augenhöhle. Der Tumor kann den Sehnerven unter Umständen zerstören und zur Erblindung führen.
Gliose Im Auge: Epiretinale Gliose: Membranbildung auf der Netzhautoberfläche.Diese kann zur Verziehung der Netzhaut und damit zum Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) führen. Zusätzlich kann ein Makulaforamen entstehen. Eine operative Behandlung ist durch eine Vitrektomie möglich.
Glitzerbeet Beschreibung für eine periphere Netzhautveränderung (auch als periphere Netzhautdegeneration bezeichnet)
GNAT1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rod transducin alpha subunit (Alpha-Untereinheit des Stäbchen-Transducins)Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB), Typ NougaretInfo: Protein hat Bedeutung für die Informationsübertragung im Stäbchen
GNAT2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: guanine nucleotide binding protein (G protein) cone-specific transducin alpha subunit (zapfenspezifische Alpha-Untereinheit des Transducins)Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / StäbchenmonochromasieInfo: wichtig in den Zapfen für die Informationsübertragung der Lichtwahrnehmung
Goldmann Favre Syndrom Enhanced S Cone Syndrom ( ESCS)Seltene Form einer autosomal rezessiven Netzhautdystrophie, bei der es zu einer Fehlentwicklung bei der Zapfenentstehung kommt. Dadurch ist die Zahl der Blauzapfen (S cones) um ca. 75fach erhöht, während die anderen zapfen in der Zahl veringert sind und die Stäbchen nicht funktionieren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Grauer Star Katarakt, Linsentrübung Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).
GRK1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rhodopsin kinaseMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive kongenitalse stationäre Nachtblindheit (CSNB) vom Typ Morbus Oguchi
GRM6 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: metabotropic glutamate receptor 6Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)Info: Genprodukt nur in Zapfen– Bipolarzellen, charakteristisches ERG
Grünblindheit DeuteranopieVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Grüner Star Primäres Glaukom, OffenwinkelglaukomHäufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt.
Grünschwäche DeuteranomalieHerabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Grünsinnstörung Störung des Grünsinns, die angeboren ( Deuteranopie, Deuteranomalie) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.
Guanin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin
GUCA1A Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: guanylate cyclase activating protein 1AMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfendystrophie, autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie
GUCA1B Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: guanylate cyclase activating protein 1BMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Makuladystrophie
H25.0 ICD10 Code für eine Katarakt
H33.0 ICD10 Code für eine Netzhautablösung(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))
H35.3 ICD10 Code für verschiedene erworbene Makulaerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration, Macular pucker, u.a.(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))
H35.5 ICD10 Code für vererbbare Netzhautdystrophien(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))
H36.0 ICD10 Code für diabetische Netzhauterkrankungen(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))
HA HAAAbkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut
HAA HAAbkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut
Hagelkorn ChalazionSchmerzfreie Verdickung am Augenlid durch Sekretstau der Liddrüsen. Eine operative Entfernung ist möglich.
Hämangiom Gefäßtumor, in der Regel gutartig
Hamartom tumorartige Gewebsbildung, die bereits während der vorgeburtlichen Entwicklung sphase im Embryo-Stadium angelegt wird. Meist gutartig, selten maligne Entartung.
Hämorrhagie Blutung
HARP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2
harte Drusen Bezeichnung für kleine, in der Regel gut abgrenzbare Drusen
HbA1c-Wert “Langzeitzuckerwert“Blutwert, der bei Diabetes mellitus Auskunft über die langfristige Qualität der Blutzuckereinstellung gibt
HBM nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5
Heidelberg Retina Tomograph HRTGerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem)
Heildelberg Retina Angiograph HRAGerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie.
Helicoide peripapilläre chorioretinale Dystrophie Atrophia areataExtrem seltene, autosomal vererbte Netzhaut– Aderhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Helladaptation Anpassung des Auges an eine helle Umgebung
Hellanstieg Meß parameter beim EOG: beschreibt den Anstieg des Basispotentials des Auges nach Einschalten des Lichts
Hemeralopie Nachtblindheit
Hereditär erblich
Hereditäre Netzhaut-Aderhautdystrophien Oberbegriff für die vererbbaren Erkrankungen der Netzhaut und Aderhaut. Diese umfassen die Retinitis pigmentosa und ähnliche Erkrankungen, Zapfen-Stäbchendystrophien und Makuladystrophien sowie Syndrome, bei denen neben dem Auge auch andere Organe betroffen sind.
Hereditäre vitreoretinale Schneeflocken Degeneration Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
HF1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFH
Hinterkammer Raum zwischen Regenbogenhaut ( Iris) und Linse. Über die Hinterkammer fließt das im Ziliarkörper gebildete Kammerwasser durch die Pupille in die Vorderkammer. In der Vorderkammer fließt es über den Kammerwinkel aus dem Auge.
Hinterkammerlinse = HKL, allgemeiner: Intraokularlinse, IOL, Kunstlinse, alloplastische LinseLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.
Histoplasmose Pilz, der nur in den USA vorkommt, und zu Veränderungen an der Netzhaut führen kann. Ähnliche, nicht durch Histoplasmose verursachte Veränderungen an der Netzhaut werden als „presumed ocular histoplasmosis syndrome“ ( POHS; = vermutetes okuläres Histoplasmose Syndrom) bezeichnet
HKL = Hinterkammerlinse, allgemeiner: Intraokularlinse, IOL, Kunstlinse, alloplastische LinseLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.
Hohe Myopie Kurzsichtigkeit mit einem Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien. Bei einer hohen Myopie ist das Risiko einer myopisch bedingten Makuladegeneration erhöht.
Hordeolum GerstenkornSchmerzhafte Entzündung der Liddrüsen mit Verdickung am Augenlid. Antibiotische Behandlung, ggf. operative Entfernung (Inzision) ist sinnvoll.
Horizontalzellen Gruppe neuronale Zellen in der NetzhautDie Horizontalzellen integrieren die Information der Stäbchen und Zapfen über ein großes Netzhautareal und modulieren dadurch die Verarbeitung der Sheeindrücke, z.B. durch eine Veränderung der Empfindlichkeitseinstellung der einzelnen Photorezeptoren.
Hornhaut Cornea (auch: Kornea):Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über.
Hornhautdystrophie anlagebedingte, auf genetischen Ursachen beruhende Erkrankung der Hornhaut. Es gibt eine Reihe verschiedener Hornhautdystrophien, die unterschiedliche Schichten der Hornhaut betreffen, verschiedene Verlaufsformen und verschiedene Erbgänge aufweisen können. Durch eine Trübung der Hornhaut führt die Hornhautdystrophie in der Regel zur Sehverschlechterung. Dystrophien in den äußeren Hornhautschichten können zu einer Hornhauterosio (einem Defekt der Honrhautoberfläche) führen, der schmerzhaft ist. Bei den meisten Hornhautdystrophien ist die Behandlung mit einer Hornhautübertragung ( Keratoplastik) möglich.
Hornhautendothel innere Schicht der Hornhaut als Abgrenzung zur Vorderkammer des Auges
Hornhautepithel Äußere Schicht der Hornhaut, auf der der Tränenfilm aufliegt.
Hornhauterosio kurz auch: ErosioOberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab.
Hornhautödem Flüssigkeitseinlagerung in die Hornhaut
Hornhautübertragung Keratoplastik, KPOperatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.
Hornhautverkrümmung Fast keine Hornhaut ist in allen Richtung gleichmäßig gewölbt, bei unterschiedlicher Wölbung spricht man von Hornhautverkrümmung. Eine stärkere Hornhautverkrümmung kann zu verzerrtem Sehen ( Stabsichtigkeit, Astigmatismus) führen, dass durch Brille oder Kontaktlinse ausgeglichen werden kann. Starker Astigmatismus kann durch Laseroperationen des Auges behandelt werden.
HPRP3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3
HRA Heidelberg Retina Angiograph, HRA2Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. Die aktuelle Version ist das HRA2.
HRA2 Heidelberg Retina Angiograph, HRAGerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. Die aktuelle Version ist das HRA2.
HRG4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit UNC119
HRT Heidelberg Retina TomographGerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem)
HT2A nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32
Hufeisenforamen Hufeisenloch; spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundforamen.
Hufeisenloch Hufeisenforamen; spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundloch.
Hydroxychloroquin-Retinopathie Quensyl-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin)Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.
Hyperopie Weitsichtigkeit (Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu kurzer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu geringe Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild)
Hyperornithinämie Erhöhter Blutspiegel von Ornithin. Dieser tritt bei Netzhauterkrankungen bei der Atrophia gyrata auf.
Hypertensive Retinopathie Fundus hypertonicus Netzhautveränderungen am Augenhintergrund bei arterieller Hypertonie
Hypertonie BluthochdruckEine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht.
Hypertrophie verstärktes Wachstum
Hypoplasie Anlagebedingte unzureichende Ausbildung eines Organs (z.B. des Auges, der Niere) oder eines Organbestandteils (z.B. der Makula).
ICD International Code of DiagnosisInternationeler Diagnoseschlüssel, der regelmäßig überarbeitet wird (derzeit Version 10). Augenerkrankungen haben den Code-Buchstaben H. Eine Katarakt hat den Schlüssel H25.0, eine Netzhautablösung H33.0.
ICG IndocyaningrünFarbstoff bei der Fluoreszenzangiografie zur Darstellung von Gefäßveränderungen in der Aderhaut.
ICG-Angiografie Inodzyaningrün- AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün
ICG-Angiographie Indozyaningrün- AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün
Ichikawa-Tafeln Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens
IMPDH1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: inosine monopho sphate dehydrogenase 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Lebersche kongenitale Amaurose
Implantation Einpflanzung (z.B. einer Intraokularlinse ins Auge)
in vitro im (Reagenz-)GlasUntersuchung, z.B. von Medikamentenwirkungen, außerhalb eines lebenden Organismus, aber an lebenden Zellen
in vivo am LebendigenAnwendung, Untersuchung z.B. von Medikamentenwirkungen in einem lebenden Organismus
Incontinentia pigmentii Bloch-Sulzberger-SyndromErkrankung der Haut nach der Geburt, die mit Gefäßveränderungen der Netzheut ähnlich einer Frühgeborenenretinopathie einhergehen können. Die Vererbung ist x-chromosomal. Es sind aber Frauen betroffen, weil männlichen Feten die Entwicklungsstörung nicht überleben. Eine frühzeitige Behandlung wie bei Frühgeborenenretinopathie ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Indirekte Pupillenreaktion Konsensuelle PupillenreaktionVerengung der Pupille durch Beleuchtung des Partnerauges unter Vermeidung von Beleuchtung des untersuchten Auges.
Indocyaningrün ICGFarbstoff bei der Fluoreszenz-Angiographie zur Darstellung von Gefäßveränderungen in der Aderhaut.
Indocyaningrün-Angiografie ICG-AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün
Indozyaningrün-Angiographie ICG-AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün
infantil im Kindesalter
inferior unten, unten gelegen Musculus rectus inferior: unterer Augenmuskel
intraokular im Auge
Intraokulardruck Abkürzung: IOD, AugeninnendruckDas Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.
Intraokularlinse = IOL, Kunstlinse, alloplastische Linse, spezieller: Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.
intraoperativ während einer Operation
intraretinal in der Netzhaut
intravitreal in den Glaskörper
Intravitreale Injektion Eingabe eines Medikamentes in den Glaskörper. Die gezielte Eingabe in den Glaskörper führt zu einer hohen Wirksamkeit an der Netzhaut unter Vermediugn von Nebenwirkungen im Körper. Mögliche Medikamente dafür sind Triamcinolon, Macugen, Lucentis, Avastin oder Antibiotika.
Intubationsnarkose = ITN, allgemeiner: Allgemeinanästhesie, Narkose, VollnarkoseSchmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten
INVS Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: inversonMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive Nephronophthise
IOD Abkürzung für: Intraokulardruck, AugeninnendruckDas Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.
IOL = Intraokularlinse, Kunstlinse, alloplastische Linse, spezieller: Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.
IOL-Master Gerät zur optischen Ver messung des Auges mit Lasertechnik vor einer Kataraktoperation zur optimalen Bestimmung der bei der Operation einzusetzenden Intraokularlinse
IQCB1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: IQ motif containing B1 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken SyndromInfo: Protein interagiert mit anderen Proteinen in den Zilien der Photorezeptoren
IRD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX1
Iris RegenbogenhautTeil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe.
Irisatrophie Atrophie (Gewebeabbau) der Regenbogenhaut ( Iris)
Iriskolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet.
Iritis Entzündung der Regenbogenhaut
Ishihara-Tafeln Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens
Isoformen Leicht unterschiedliche Formen z.B. eines im Körper produzierten Eiweißstoffs. Verschiedene Isoformen können in ihrer Wirksamkeit unterschiedlich sein.
ITN Intubationsnarkose, Vollnarkose
ITN = Intubationsnarkose, allgemeiner: Allgemeinanästhesie, Narkose, VollnarkoseSchmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten
JBTS1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Zerebello-oculo-renales Syndrom)
JBTS2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CORS2
JBTS3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AHI1
JBTS4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP1
JBTS5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290
JNCL nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CLN3
Junius-Kuhnt disziforme Narbe, benannt nach den Augenärzten Junius und KuhntSpätstadium der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der Makula besteht dann eine Bindegewebsnarbe unter der Netzhaut, die Photorezeptoren sind untergegangen. Eine Behandlung ist nicht möglich.
juvenil im Jugendalter auftretendz.B. juvenile Makuladystrophie, juvenile Retinitis pigmentosa
Juvenile Nephronophthise Im Jugendalter ( juvenil) auftretende angeborene Erkrankung der Niere.Diese führt zum Verlust der Nierenfunktion durch zystische Degeneration und Atrophie der Niere. Diese Nierenerkrankugn kann isoliert oder kombiniert mit Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Netzhaut (ähnlich einer Retinitis pigmentosa) auftreten.
juvenile Retinoschisis nicht zutreffende Bezeichnung für die x-chromosomale Retinoschisis, da diese angeboren (kongenital) auftritt, sich bei geringer Ausprägung aber erst später bemerkbar macht.
juxta angrenzend an juxtapapillär: an die Papille angrenzend juxtafoveolär: an die Fovea angrenzend
juxtafoveolär an die Fovea angrenzend
juxtapapillär an die Papille angrenzend
Kammerwasser Flüssigkeit, die stets im Augeninneren produziert wird, um den Augeninndruck zu stabilisieren
Kammerwinkel Winkel zwischen Hornhautrückfläche und Regenbogenhaut. Bei einem engen Kammerwinkel ist das Risiko für einen akuten Glaukomanfall erhöht.
Kantenfilter Spezielle Filtergläser, die aus dem sichtbaren Licht einen scharf begrenzten Bereich herausfiltern. Kantenfilter können bei Netzhautdystrophien ( Retinitis pigmentosa, Makuladystrophien, ..) das Kontrastsehen verbessern.
Kapsulotomie Eröffnen einer KapselBei einer Kataraktoperation wird die vordere Kapsel der Linse geöffnet, bevor die getrübte Linse entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt wird. Im Verlauf kann sich eine Trübung der hinteren Kapsel bilden ( Nachstar). Dieser kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie behandelt werden.
Katarakt Linsentrübung, „ Grauer Star„, lat. cataracta Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).
Katarakt-Operation Operation einer Katarakt ( Linsentrübung), Kataraktoperation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt.
Kataraktoperation Operation einer Katarakt ( Linsentrübung), Katarakt-Operation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt.
KCNV2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: potassium channel subfamily V member 2Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfendystrophie mit supernormalem Stäbchen– Elektroretinogramm
Kearns-Sayre-Syndrom Abkürzung: KSS, Form der mitochondrialen MyopathienSeltene, aufgrund mitochondrialer Mutationen auftretende Erkrankung verschiedener Organsystem (Herz, Auge, Ohr, Muskel) mit sehr variabler Ausprägung. Am Auge können eine Lähmung der Augenbeweglichkeit sowie eine Netzhautdystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Keimbahn allgemeine Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm ( Keimblätter), aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten.
Keimblätter Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden drei Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm, aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten.
Keimzelle Geschlechtszelle eines Organismus, z.B. Eizelle, Spermazelle
Keratokonus Fehlbildung der HornhautEs kommt zu einer übermäßigen, teils exzentrischen Vorwölbung der Hornhaut. Diese kann in geringerer Ausprägung mit Kontaktlinsen versorgt werden. In weiter fortgeschrittenen Fällen ist eine Hornhautübertragung ( Keratoplastik) erforderlich.
Keratoplastik Hornhautübertragung, KPOperatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.
klassisch Begriff zur Beschreibung einer eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, minimal klassich)
Klinisch signifikantes Makulaödem CSMÖFlüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist.
Klonen Komplettes Kopieren von irgendeiner Bio-Einheit ( Zellen oder ganze Organismen). Auch identische Mehrlinge werden als Klone bezeichnet. Sie sind genotypisch gleich.
Klonierung Erzeugen von Zellen, die gentechnisch verändertes Erbgut enthalten.
Knochenkörperchen typische Form von Pigmentablagerungen in der Netzhaut, die bei Retinitis pigmentosa und anderen Netzhautdystrophien auftreten kann
Kolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris ( Iriskolobom), der Linse ( Linsenkolobom), der Aderhaut ( Aderhautkolobom) und/oder des Sehnervenkopfes ( Papillenkolobom). Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet.
Konduktorin Überträgerin einer Genmutation, die selbst nicht erkranktin der Regel bei x-chromosomaler Vererbung, bei der Frauen typischerweise nicht erkranken, aber deren Väter und Söhne erkrankt sein können. Aber auch bei anderen Vererbungsformen kann es nicht erkrankte Träger einer Genmutation geben.
Kongenital angeboren
kongenitale Retinoschisis siehe: x-chromosomale Retinoschisis
Kongenitale stationäre Nachtblindheit Abkürzung: CSNBAngeborene, nicht fortschreitende Störung des Sehens im Dunkeln. Es gibt verschiedene genetische Ursachen. Häufig ist eine Myopie, typisch in vielen Fällen ein negatives ERG. Seltene Sonderformen sind der M. Oguchi und der Fundus albipunctatus. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Kongenitales Glaukom Angeborenes Glaukom
Konjunktiva Bindehaut, ConjunctivaDurchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet
Konjunktivitis auch: ConjunctivitisEntzündung der Bindehaut des Auges
Konsensuelle Pupillenreaktion Indirekte PupillenreaktionVerengung der Pupille durch Beleuchtung des Partnerauges unter Vermeidung von Beleuchtung des untersuchten Auges.
Kornea Hornhaut (auch: Cornea):Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über.
KP Keratoplastik, HornhautübertragungOperatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.
Kreuzungszeichen Verengung der Vene bei der Kreuzung von einer Netzhautarterie und einer Netzhautvene
Kryo kurz für: Kryokoagulation, Cryokoagulation, auch: CryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.
Kryokoagulation auch: Cryokoagulation, kurz: Cryo, KryoKältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.
Kunstlinse Intraokularlinse, IOL, Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.
Lacksprung LacksprüngeVeränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die eine linienförmige, Lacksprung-ähnliche Veränderungen des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.
Lacksprünge LacksprungVeränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die eine linienförmige, Lacksprung-ähnliche Veränderungen des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.
Lako Abkürzung für Laserkoagulation, auch: LK, LaserKoagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden
Lanthony D28 Test Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens
Laser Abkürzung für Laserkoagulation, auch: Lako, LKKoagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden
Laserkoagulation Abkürzung: LK, Lako, LaserKoagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden
Lasertechnik Verfahren zur Behandlung von Augenerkrankungen mit LaserKoagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Lasertechniken zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Lasertechniken können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurz- oder Weitsichtigkeit eingesetzt werden.
Läsion umschriebener Ort mit geschädigtem Gewebe
latent versteckt, verborgenEine latente Erkrankung ist eine vorhandene, aber symptomfreie Erkrankung, die daher noch unbemerkt ist.
Latenz LatenzzeitZeitdauer vom Auftreten eines Reizes bis Eintreten einer Reizantwort. Die Latenzzeit ist bei elektrophysiologischen Untersuchungen der Augen ( VEP, ERG) der Zeitraum von Lichtreiz bis zur messbaren Lichtantwort. Eine Latenzeit bezeichnet auch den Zeitraum zwischen einer Schädigung und dem Auftreten erster Symptome.
Latenzzeit LatenzZeitdauer vom Auftreten eines Reizes bis Eintreten einer Reizantwort. Die Latenzzeit ist bei elektrophysiologischen Untersuchungen der Augen ( VEP, ERG) der Zeitraum von Lichtreiz bis zur messbaren Lichtantwort. Eine Latenzeit bezeichnet auch den Zeitraum zwischen einer Schädigung und dem Auftreten erster Symptome.
lateral seitlich, zur Seite gelegen Musculus rectus lateralis: äußerer Augenmuskel
LCA Lebersche kongenitale Amaurose, Lebersche congenitale AmauroseAngeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
LCA1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D
LCA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPE65
LCA3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
LCA4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AIPL1
LCA5 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
LCA6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPGRIP1
LCA9 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale AmauroseInfo: bisher nur in 1 Familie
Lebersche congenitale Amaurose Abkürzung: LCAAngeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Lebersche hereditäre Opticusneuropathie Abkürzung: LHONMeist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Lebersche hereditäre Optikusneuropathie Abkürzung: LHONMeist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Lebersche kongenitale Amaurose Abkürzung: LCAAngeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Lebersche tapetoretinale Dystrophie siehe: Lebersche kongenitale Amaurose, LCA
Lederhaut Skleraäußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut.
Leukokorie weiße PupilleAuffällig beim Ansehen von Kindern oder auf Blitzlichtfotos. Eine Trübung der Linse ( Katarakt), eine Trübung des Glaskörpers, eine Netzhautablösung oder ein Retinoblastom können Ursache einer Leukokorie sein. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung notwendig.
LHON Leber“sche hereditäre OptikusneuropathieMeist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Lichtblitze Blitze sehenBezeichnung für eine Erscheinung, bei der Lichtblitze im Auge wahrgenommen werden. Blitzartiges Licht kann bei Zug des Glaskörpers auf die Netzhaut entstehen und eine beginnende Netzhautablösung signalisieren. Daher ist beim akuten Auftreten von Lichtblitzen eine Untersuchung der Netzhaut mit Pupillenweitstellung umgehend erforderlich. Es gibt andere Lichterscheinungen im Auge bei Migräne oder verschiedenen Netzhauterkrankungen, die keinen Zusammenhang mit einer Netzhautablösung haben.
Lichtempfindlichkeit Photophobie, BlendungsempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen.
Linsenkolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Linse. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.
Linsentrübung Katarakt, „ Grauer Star„ Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).
LK Abkürzung für Laserkoagulation, auch: Lako, LaserKoagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden
LOC387715 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Ala69Ser) erhöhen das Risiko für eine AMD, die Funktion des Genprodukts ist unbekannt
LOC619531 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie mit Amelanogenesis imperfectaInfo: Zwei Familien bekannt
Loch ForamenIn der Netzhaut bezeichnet ein Loch einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten.
Lochbildung Entstehen eines Netzhautlochs ( Foramen)In der Netzhaut bezeichnet ein Loch einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten.
Locus Ortdurch Mutationen oder Lokalisation oder Sequenz definierter Punkt in einem Genom
Lokalanästhesie Schmerzausschaltung in einem begrenzten Bezirkam Auge z.B. des Augapfels oder der Augenlider
Lokalanästhetikum Medikament zur örtlichen Schmerzausschaltung
Lowe Syndrom Okulo-zerebro-renales SyndromX-chromosomal vererbte Stoffwechselstörung mit Beteiligung der Nieren, des Gehirns und der Augen ( Katarakt, Glaukom).
LRAT Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: lecithin retinol a cyltransferaseAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa (schwerverlaufend mit frühem Beginn), autosomal rezessive Lebersche kongenitale AmauroseInfo: Beteiligt im Vitamin A Stoffwechsel im retinalen Pigmentepithel
LRP5 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: low density lipoprotein receptor-related protein 5Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive oder dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie (mit normaler Knochenmasse), auosomal dominante hohe Knochenmasse (ohne Augenveränderungen), autosomal rezessives Osteoporose-Pseudogliom Syndrom
Lucentis Handelsname für RanibizumabEin Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Lucentis ist in den USA und der Schweiz zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen. Eine Zulassung in deutschland wird für 2007 erwartet. Zur Zeit ist Lucentis in Deutschland nur innerhalb von Studien oder über den Zoll aus der Schweiz verfügbar. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in ca. 40% der Betroffenen eine deutliche Verbesserung des Sehens. Lucentis wird alle 4 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, wird derzeit in Studien geklärt.
Lues-Retinopathie Entzündliche Erkrankung der Netzhaut bei Lues (Syphilis). Dabei können ähnliche Pigmentierungen wie bei Netzhautdystrophien auftreten ( Phänokopie). Eine Behandlung der Lues ist erforderlich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
M. Abkürzung für Morbusz.B. M. Best = Morbus Best
M. Best vitelliforme Makuladystrophie, Morbus BestDer M. Best (nach dem Augenarzt Best) ist eine autosomal dominant vererbte Makuladystrophie, die sich klassisch durch eine eidotterähnliche Ablagerung in der Netzhautmitte zeigt. Ursächlich sind Mutationen im VMD2– Gen. Typischerweise ist das ERG regelrecht, das EOG und das mfERG jedoch pathologisch verändert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
M. Coats Morbus CoatsBezeichnung für eine Gefäßerkrankung der Netzhaut benannt nach dem Arzt Coats. Bei Kindern ist klinisch eine Ähnlichkeit zum Retinoblastom möglich, daher ist eine genaue Untersuchung dringend erforderlich. Ein M. Coats kann bei Erwachsenen ohne oder in Zusammenhang mit Retinitis pigmentosa auftreten.
M. Eales Morbus EalesGefäßerkrankung der Netzhaut unbekannter Ursache, oft beidseits aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim M. Eales kommt es zuerst zu Verschlüssen von Netzhautgefäßen mit nachfolgender Mangeldurchblutung der Netzhaut. Sekundär können sich Gefäßneubildungen vor die Netzhaut ( Proliferationen), eine Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung entwicklen. In frühen Stadien kann eine Laserbehandlung, in fortgeschrittenen Stadien eine Vitrektomie sinnvoll sein.
M. Oguchi Morbus OguchiBestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit benannt nach dem Arzt Oguchi. Typisch ist ein heller Reflex der Netzhaut, der nach längerer Dunkeladaptation verschwindet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
M. Stargardt Morbus StargardtDer Name des Augenarztes Karl Stargardt bezeichnet die häufigste Form der vererbbaren Makuladystrophie, assoziiert mit dem ABCA4-Gen. Der Erbgang ist autosomal rezessiv. M. Stargardt kann sowohl in der Kindheit als auch im späteren Lebensaltern auftreten und ist gekennzeichnet durch gelbe Flecken am Augenhintergrund. Verlauf und Ausprägung sind individuell sehr unterschiedlich, der Übergang zur Zapfendystrophie ist fliessend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Macugen Handelsname für PegabtanibEin Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Macugen ist das erste Medikament, das in Europa für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen wurde. Für Macugen wurde eine deutliche stabilsierende Wirkung auf den Krankheitsverlauf der feuchten AMD und in einigen Fällen eine Verbesserung des Sehens nachgewiesen. Macugen wird alle 6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch nicht abschließend geklärt.
Macula siehe: Makulain diesem Glossar stets als Makula geschrieben
Maculadegeneration siehe: Makuladegeneration
Maculaforamen besser: Makulaforamen; Lochbildung in der Bei einem Makulaformen entsteht ein alle Netzhautschichten betreffendes Loch, meist im Zentrum der Makula, der Fovea. Dies führt zunächst zu Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) und dann zu einer Sehverschlechterung. Eine operative Behandlung ist mit guten Erfolgsaussichten mit einer Vitrektomie möglich.
Macular pucker epiretinale Gliose Membranbildung auf der Netzhautoberfläche im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, die sich durch Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) und Sehverschlechterung bemerkbar macht. Diese wird durch eine Vitrektomie behandelt. Die Erfolgsaussichten auf eine gute Sehschärfe nach der Operation sind besser, wenn die Sehschärfe noch nicht zu weit herabgesunken ist.
Maculopathie besser: Makulopathieallgemeine Bezeichnung für Erkrankungen der Makula
Makroaneurysma Aufweitung eines größeren Blutgefässes der NetzhautEin Makroaneurysma bildet sich in der Regel häufig in der Nähe der Makula und kann zu Blutungen in, vor oder unter die Netzhaut und damit zu Sehverschlechterung führen.
Makula Macula lutea, gelber FleckBereich der Netzhaut am hinteren Augenpol mit der höchsten Auflösung. Die Makula ist wichtig z.B. für das Erkennen von Gesichtern, Lesen, Wahrnehmen von Farbe. Im Zentrum der Makula bildet die Fovea die Stelle des schärfsten Sehens.
Makula Degeneration siehe: Makuladegeneration
Makula pucker inkorrekte (teils eingedeutscht, teils englische) Schreibweise für: Macular pucker
Makula-Degeneration siehe: Makuladegeneration
Makuladegeneration erworbene Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe. Am häufigsten ist die altersabhängige Makuladegeneration
Makuladystrophie anlagebedingte Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe
Makulaforamen Lochbildung in der MakulaBei einem Makulaformen entsteht ein alle Netzhautschichten betreffendes Loch, meist im Zentrum der Makula, der Fovea. Dies führt zunächst zu Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) und dann zu einer Sehverschlechterung. Eine operative Behandlung ist mit guten Erfolgsaussichten mit einer Vitrektomie möglich.
Makulahypoplasie Inkomplette Ausbildung der Makula während der Entwicklung des Auges. Dies kann unter anderem bei Albinismus oder bei extremer Frühgeburt vorkommen.
Makulaödem Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut im Bereich der Makula. Dies kann bei zahlreichen verschiedenen Erkrankungen auftreten, uunter anderem bei diabetischer Netzhauterkrankung, bei Retinitis pigmentosa, bei Uveitis, bei Tumoren.
Makularotation Operatives Verfahren bei altersbedingter Makuladegeneration.Dabei wird die Netzhaut von ihrer Unterlage abgehoben und so gedreht, dass die Makula auf eine neue (weniger Defekte) Stelle des Untergrundes gelegt wird. Die Drehung der Netzhaut wird durch gegendrehung des Auges durch eine Opeartion an den Augenmuskeln ausgeglichen.
Makulopathie allgemeine Bezeichnung für Erkrankungen der Makula
Malattia leventinese Familiäre Drusen, Doyne“sche Honeycomb DrusenAutosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1– Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
maligne bösartigin der Regel zur Beschreibung der Art eines Tumors, ein bösartiger Tumor dringt in benachbartes Gewebe ein und kann entfernt Metastasen setzen
maligne Entartung Umwandlung von einem gutartigen ( benignen) Tumor in einen bösartigen ( malignen) Tumor
MAR Melanom assoziierte RetinopathieAutoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Melanoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Marker eine durch spezielle Technik definierbare Stelle des Genoms.
Masern-Retinopathie Selten kann im Rahmen von Masern eine schwere Miterkrankung der Netzhaut auftreten, die im weiteren Verlauf zu einem Funktionsverlust und Pigmentveränderungen der Netzhaut ähnlich einer Retinitis pigmentosa führt ( Phänokopie). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
MASS1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: monogenic audiogenic seizure susceptibility 1 homologMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, autosomal dominante oder rezessive FieberkrämpfeInfo: nur Frauen betroffen
MCDR1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie ( North Carolina Makuladystrophie), autosomal dominante bifokale chorio retinale Atrophie
MCDR2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie mit SchießscheibenmakulopathieInfo: Lokalisiert in 1 Familie
MCDR3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante MakuladystrophieInfo: bisher nur 1 Familie
MDDC Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante zystoide Makuladystrophie
medial zur Mitte gelegen Musculus rectus medialis: innerer, zur Nase gelegener Augenmuskel
Medien Als optische Medien werden die Strukturen des Auges bezeichnet, durch die Lichtstrahlen dringen bevor sie die Netzhaut erreichen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenvorderkammer, die Linse und der Glaskörper. Klare optische Medien bezeichnen den Normalbefund. Getrübte optische Medien bezeichnen eine Störung des Lichteinfalls, wobei zahlreiche Ursachen möglich sind.
Melanom assoziierte Retinopathie MARAutoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Melanoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Membranbildung Unspezifischer Begriff mit verschiedenen Bedeutungen1. Ausbildung einer Membran auf der Netzhaut ( epiretinale Gliose, Macular pucker)2. Oft wird der Begriff Membran auch für Gefäßneubildungen unter der Netzhaut verwendt ( choroidale Neovaskularisation)
Membrane peeling Entfernen von Membranen von der Netzhautoberfläche während einer Vitrektomie.
MERTK Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: c-mer protooncogene receptor tyrosine kinaseMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: Mutationen führen zu unzureichender Phagozytose der Photorezeptoraußensegmente im Tiermodell RCS Ratte
mes meso, in der Mitte Mesoderm: mittleres Keimblatt
meso mes, in der Mitte Mesoderm: mittleres Keimblatt
Mesoderm Das mittlere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entwickeln. Das äußere Keimblatt ist das Ektoderm, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das innere Keimblatt ist das Entoderm, aus dem u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entstehen.
Metabolismus Stoffwechsel
Metamorphopsien VerzerrtsehenDurch verschiedene Erkrankungen der Makula, z.B. Membranen auf der Netzhaut ( Macular pucker), ein Makulaforamen, oder choroidale Neovaskularisationen kann ein Verzerrtsehen entstehen. Man kann es selbst mit dem Amsler-Netz testen.
MEWDS Multiple evanescent white dot SyndromEntzündliche Erkrankung des retinalen Pigmentepithels.
mfERG Multifokales ERGSpezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der Makula erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.
MGA3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPA3
Mikroaneurysma kleine Aufweitung eines kleinen Blutgefässes der NetzhautAn den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen auf.
Mikroorganismen Kleinlebewesenz.B. Bakterien
miliar hirsekorngroß, hirsekornähnlich Miliaraneurysmen: kleine Aneurysmen der Netzhaut oder im Gehirn
Miliaraneurysmen kleine Gefäßaufweitungen (Aneurysmen) der Netzhaut meist nahe an oder in der Makula, die in verschiedene ein oder beide Augen betreffende Formen unterteilt werden. Während einige Formen wenig beeinträchtigen, können andere zu einer fortschreitenden Sehverschlechterung führen. Die Behandlung ist oft schwierig. Unabhängig davon gibt es auch Miliaraneurysmen im Gehirn.
minimal klassich Begriff zur Beschreibung von einer weniger als zur Hälfte eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, klassich)
Miosis Engstellung der PupilleNotwendig zur Behandlung von bestimmten Augenerkrankungen, kommt auch bei bestimmten medikamenten (Morphium) als Nebenwirkung vor
Mobilität BeweglichkeitBedeutungen in der Augenheilkunde:1. die Beweglichkeit der Augen in der Augenhöhle2. der Einfluss von Augenerkrankungen auf die Beweglichkeit des Patienten.
Monochromasien „Einfarbig Sehen“Bezeichnung für schwere angeborene Funktionsstörungen aller Zapfen ( Stäbchenmonochromasie) oder der Rot-/Grünzapfen ( Blauzapfenmonochromasie). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
monogen durch ein GenErkrankungen, die durch Mutationen in einem Gen verursacht werden
monokular mit einem Auge, einäugig
Morbus Krankheit, abgekürzt M. (auch innerhalb des Glossars)Begriff, der eine bestimmte Erkrankung bezeichnet, in der Regel in Verbindung mit dem Namen des erstbeschreibenden Arztes genannt (z.B. Morbus Best, Morbus Stargardt, ..). Ein Morbus betrifft meist nur ein Organ, z.B. das Auge, dagegen betrifft ein Syndrom stets mehrere Organsysteme (z.B. Usher Syndrom, Refsum Syndrom).
Morbus Best vitelliforme Makuladystrophie, M. BestDer M. Best (nach dem Augenarzt Best) ist eine autosomal dominant vererbte Makuladystrophie, die sich klassisch durch eine eidotterähnliche Ablagerung in der Netzhautmitte zeigt. Ursächlich sind Mutationen im VMD2– Gen. Typischerweise ist das ERG regelrecht, das EOG und das mfERG jedoch pathologisch verändert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Morbus Coats M. CoatsBezeichnung für eine Gefäßerkrankung der Netzhaut benannt nach dem Arzt Coats. Bei Kindern ist klinisch eine Ähnlichkeit zum Retinoblastom möglich, daher ist eine genaue Untersuchung dringend erforderlich. Ein M. Coats kann bei Erwachsenen ohne oder in Zusammenhang mit Retinitis pigmentosa auftreten.
Morbus Eales M. EalesGefäßerkrankung der Netzhaut unbekannter Ursache, oft beidseits aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim M. Eales kommt es zuerst zu Verschlüssen von Netzhautgefäßen mit nachfolgender Mangeldurchblutung der Netzhaut. Sekundär können sich Gefäßneubildungen vor die Netzhaut ( Proliferationen), eine Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung entwicklen. In frühen Stadien kann eine Laserbehandlung, in fortgeschrittenen Stadien eine Vitrektomie sinnvoll sein.
Morbus Oguchi M. OguchiBestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit benannt nach dem Arzt Oguchi. Typisch ist ein heller Reflex der Netzhaut, der nach längerer Dunkeladaptation verschwindet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Morbus Stargardt M. StargardtDer Name des Augenarztes Karl Stargardt bezeichnet die häufigste Form der vererbbaren Makuladystrophie, assoziiert mit dem ABCA4-Gen. Der Erbgang ist autosomal rezessiv. M. Stargardt kann sowohl in der Kindheit als auch im späteren Lebensaltern auftreten und ist gekennzeichnet durch gelbe Flecken am Augenhintergrund. Verlauf und Ausprägung sind individuell sehr unterschiedlich, der Übergang zur Zapfendystrophie ist fliessend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Motilität Beweglichkeit, in der Augenheilkunde die Beweglichkeit des Augapfels in der Augenhöhle
Mouches volantes fliegende MückenTrübungen im Glaskörper, die sich als störende, bewegliche Schatten insbesondere bei hellem Licht bemerkbar machen. Fast jeder Mensch hat Glaskörpertrübungen, nur in wenigen Fällen sind sie so störend, dass eine Operation erforderlich ist.
MRP6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6
MS Multiple Sklerose, Enzephalomyelitis disseminata, Abkürzung: MS, EDErkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.
MTLV nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1
MTND1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON
MTND4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON
MTND6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON
MTP Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: microsomal triglyceride transfer proteinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Abetalipoproteinämie
Müller Zell Sheen Dystrophie Extrem seltene, autosomall dominant vererbte Form einer Makuladystrophie aufgrund einer Fehlbildung der inneren Grenzmembran (ILM). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Müller Zellen diese Zellen sind wesentlich für die Netzhautstruktur und die Funktion der Nervenzellen in der Netzhaut. Teile der Photorezeptoren, die Bipolar- und Ganglienzellen werden von ihnen umgeben.
Multifokales ERG mfERGSpezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der Makula erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.
Multiple evanescent white dot Syndrom MEWDSEntzündliche Erkrankung des retinalen Pigmentepithels.
Multiple Sklerose Enzephalomyelitis disseminata, Abkürzung: MS, EDErkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.
Musculus Muskel
Muster-ERG PERG (Abkürzung nach dem englischen Pattern- ERG, um Verwechlsungen mit dem mfERG zu vermeiden)Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der inneren Netzhautschichten erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.
Musterdystrophie Pattern DystrophieGruppe von meist autosomal dominant vererbten Makuladystrophien, bei denen Muster-ähnliche Veränderungen in der Makula zu sehen sind. Nicht selten wird der englische Begriff Pattern Dystrophie übernommen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Mutation Veränderung der Erbinformation durch Änderungen der DNA. Mutationen betreffen große chromosomale Abschnitte, kleine DNA-Deletionen oder DNA-Insertionen, oder einzelne Basen (Punktmutationen). Wenn die Mutation zur Veränderung der Genexpression eines oder mehrerer Gene führt, kann sie Krankheiten hervorrufen.Je nach Art der Veränderung gibt es:Missense- MutationNeumutationNonsense- MutationPunktmutationSplice-site- Mutation
Mydriasis Weitstellung der PupilleErforderlich zur genauen Untersuchung des Augenhintergrundes und zur Behandlung bei bestimmten Augenerkrankungen
MYO7A Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: myosin VIIAMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1b), autosomal rezessive kongenitale Taubheit
Myopie KurzsichtigkeitMissverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu langer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu starke Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild.
myopisch mit Myopie (Kurzsichtigkeit) zusammenhängend
Myopisch bedingte Makuladegeneration Bei einer hohe Myopie (Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien) kann zu ist das Risiko des Auftretens einer Makuladegeneration erhöht. Dabei kann es zu Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ( Dehnungsherde, Lacksprünge) kommen. Es kann sich eine choroidale Neovaskularisation entwickeln, die zu einer akuten Sehverschlechterung führt (Fuchs“scher Fleck). In dieser Phase ist eine Fluorescein-Angiographie und ev. eine photodynamische Therapie sinnvoll.
Myopische Makuladegeneration Bei einer hohe Myopie (Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien) kann zu ist das Risiko des Auftretens einer Makuladegeneration erhöht. Dabei kann es zu Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ( Dehnungsherde, Lacksprünge) kommen. Es kann sich eine choroidale Neovaskularisation entwickeln, die zu einer akuten Sehverschlechterung führt (Fuchs“scher Fleck). In dieser Phase ist eine Fluorescein-Angiographie und ev. eine photodynamische Therapie sinnvoll.
Nachbild Entsteht durch teilweise Ausbleichung der Photopigmente der Netzhaut. Bekanntes Beispiel von Goethe: Wer für einige Sekunden auf eine Frau mit rotem Kleid schaut und dann zur Seite blickt, sieht diese Frau im grünen Kleid.
Nachstar Trübung der Linsenkapsel nach extrakapsulärer Kataraktoperation. Wenn die Trübung das Zentrum betrifft, führt sie zur Sehverschlechterung und Blendung. Der Nachstar kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie unter Schonung der Intraokularlinse entfernt werden.
Nachtblindheit Störung des Sehens im DunkelnEine Nachtblindheit kann isoliert als stationäre Erkrankung auftreten (kongenitale stationäre Nachtblindheit, CSNB) oder als frühes Symptom von Netzhautdystrophien, die die Stäbchen betreffen (z.B. Retinitis pigmentosa, Choroideremie).
Narkose = Allgemeinanästhesie, Vollnarkose, spezieller: Intubationsnarkose, ITNSchmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten
Narkosearzt = Anästhesistzuständig für die Durchführung der Anästhesie und Überwachung der Körperfunktionen während der Anästhesie
NARP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MT ATP6
nasal nasenwärts, auf der Seite der Nase
NCMD North Carolina MakuladystrophieSeltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie mit variabler Ausprägung und geringer Progression. Sie kann trotz ihres Namens auch in Europa auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
NdYAG-Laser-Kapsulotomie Methode, um die im Verlauf nach einer Kataraktoperation auftretende Trübung der hinteren Kapsel ( Nachstar) zu behandeln.
neo neu
Neoplasma Neubildung, Tumor
Neovaskularisation GefäßneubildungAn der Netzhaut entweder vor der Netzhaut (z. B. Diabetische Retinopathie), unter der Netzhaut (z.B. altersbedingte Makuladegeneration) oder an der Regenbogenhaut ( Rubeosis iridis)
Nephronophthise Angeborene Erkrankung der Niere.Diese führt zum Verlust der Nierenfunktion durch zystische Degeneration und Atrophie der Niere. Diese Nierenerkrankugn kann isoliert oder kombiniert mit Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Netzhaut (ähnlich einer Retinitis pigmentosa) auftreten.
Nervenfaserschichtanalyse Untersuchung der Dicke der Nervenfaserschicht, die mit verschiedenen Methoden möglich ist (z.B. GDx, Heidelberg Retina Tomograph ( HRT, aktuelle Version HRT2), Optische Kohärenztomographie ( OCT)). Diese Untersuchungen erlauben eine Früherkennung von Veränderungen der Nervenfaserschicht z.B. bei Glaukom (Grünem Star).
Nervus opticus SehnervDer Sehnerv stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn her. Er setzt sich aus ca. 1 Million Nervenfasern der Ganglienzellen der Netzhaut zusammen und beginnt in der Sehnervenscheibe ( Papille).
Netzhaut Retina (Abkürzung: NH)In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehrin weitergeleitet wird.
Netzhautabhebung Abhebung der Netzhaut vom Pigmentepithelkein eindeutig definierter Begriff, kann sowohl eine Netzhautablösung als auch eine Retinitis centralis serosa bezeichnen
Netzhautablösung Ablatio retinae (auch: Amotio retinae)Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; rhegmatogene Ablatio) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut (exsudative Ablatio; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung sollte frühzeitig erfolgen und ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.
Netzhautdegeneration erworbene, nicht genetisch bedingte, fortschreitende degenerative Erkrankung der Netzhaut
Netzhautdystrophie angeborene, genetisch bediingte Erkrankung der Netzhaut
Netzhautentzündung Entzündungen der Netzhaut können durch Bakterien, Viren oder andere Erreger ( Toxoplasmose) auf dem Blutweg oder bei Verletzungen des Auges entstehen. Die Behandlung ist stark abhängig von der Ursache der Entzündung.
Netzhautfalte Verziehung der Netzhaut aus der ursprünglichen Position, so dass es zu einer Faltenbildung kommt. Eine Netzhautfalte kann Folge einer Netzhautablösung sein ( Ablatio falciformis) oder ohne Netzhautablösung durch Bildung von Membranen auf der Netzhaut ( epiretinale Gliose) entstehen .
Netzhautforamen NetzhautlochIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. Eine spezifische Form ist das Makulaforamen.
Netzhautloch NetzhautforamenIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. Eine spezifische Form ist das Makulaforamen.
Netzhautriss Spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung.
Netzhautuntersuchung Ophthalmoskopie, FundusspiegelungUntersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)
Netzhautzyste Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. Echte Zysten treten in der Netzhaut sehr selten auf, z.B. nach jahrelang bestehender Netzhautablösung. Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut ohne eigene Membran sind dagegen häufig, man spricht dann z.B. vom zystoiden (= zysten-ähnlichen) Makulaödem. Dieses kann gut mit dem OCT oder dem Fluorescein-Angiogramm dargestellt werden.
Neuritis nervi optici Retrobulbärneuritis, Abkürzung: NNOEntzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten.
NH Abkürzung für Netzhaut
NNO Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis, Abkürzung: NNOEntzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten.
normoton normaler Druck = normaler Augeninnendruck
Norrie Syndrom Seltenes, x-chromosomal vererbtes Syndrom mit einer angeborenen Netzhautablösung aufgrund von Mutationen im Norrie- Gen. Schwerhörigkeit und geistige Fehlentwicklung können in unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
North Carolina Makuladystrophie Abkürzung: NCMDSeltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie mit variabler Ausprägung und geringer Progression. Sie kann trotz ihres Namens auch in Europa auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
NPHP1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nephronophthisis 3 proteinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive Nephronophthise, autosomal rezessives Joubert SyndromInfo: Interaktion mit NPHP3 und NPHP4
NPHP2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit INVS
NPHP3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nephronophthisis 3 proteinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive adolescente NephronophthiseInfo: Protein interagiert mit dem Protein NPHP1
NPHP4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nephronophtisis 4 proteinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom (zystische Nierenveränderungen und Retinitis pigmentosa), autosomal rezessive juvenile NephornophthiseInfo: NPHP4 interagiert mit NPHP1
NPHP5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IQCB1
NPHP6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290
NRL Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: neural retina lucine zipperMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Retinitis pigmentosaInfo: Genprodukt interagiert mit CRX
Nukleotid Einzelner DNA-Baustein, bestehend aus einer der vier Basen ( Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin), einem Pho sphorsäurerest und einem Zuckermolekül (Desoxyribose). Die Reihenfolge der Nukleotide beinhaltet die Erbinformation.
Nuklidakkumulation Anssammlung von Nuklidenz.B. als Hinweis auf eine spezifische Organaktivität bei bestimmten radiologischen Funktionsuntersuchungen
Nystagmus AugenzitternEntstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z.B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig.
OA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AI ED
OAT Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ornithin aminotransferaseMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Atrophia gyrata
Objektive Refraktion Physikalische Messung des am Auge vorliegenden Brechungsfehlers. Die objektive Refraktion ist Grundlage für die subjektive refraktion, bei der der ge messene Brechungsfehler aufgrund der Angaben des Patienten für ein optimales Brillenglas angepasst wird.
obliquus schräg, quer
obstruktiv verschließend, verlegendAm Auge z.B. ein Verschluss der Blutgefäße. Im Bereich der Luftwege ein Verschluss der Luftwege z.B. bei Bronchitis oder Asthma.
occult verdeckt, nicht erkennbar, auch: okkultBegriff zur Beschreibung von nicht eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: klassich, minimal klassisch)
OCT Optische KohärenztomografieHochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur
Octan Ein Perfluorcarbon ( PFCL)Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.
Ödem Flüssigkeitsansammlung in einem Gewebe, z.B. der Makula: Makulaödem
Ödem Flüssigkeitseinlagerung in ein Körpergewebe, am Auge z.B.: Hornhautödem, Makulaödem
ödematös Gewebe mit Flüssigkeitseinlagerung
Oedem ÖdemFlüssigkeitseinlagerung in ein Körpergewebe, am Auge z.B.: Hornhautödem, Makulaödem
Off-Label-Use Medikamentenanwendung außerhalb der ZulassungMedikamente werden für eine bestimmte erkrankugn udn Anwendungsform nach Durchführung klinischer Studien zugelassen. EIne Wirksamkeit kann auch bei anderen Erkrankungen bestehen. Für manche dieser Erkrankungen sind klinische Studien nicht möglich, weil die Erkrankung zu selten ist oder davon manchmal auch Kinder betroffen sind. In diesen Fällen ist sorgfältig zu prüfen, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen. In bestimmten Fällen ist der Einsatz von Medikamenten außerhalb ihrer Zulassung gerechtfertigt, wenn es die einzige Behandlungsmöglichkeit mit Aussicht auf Erfolg ist. Die Vorteile und Risiken dieses Off-Label-Use müssen zwischen Arzt und Patient besonders detailliert besprochen werden.
Offenwinkelglaukom Primäres Glaukom, „ Grüner Star„Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt.
Okklusion Verschlussz.B. eines Blutgefäßes:
okkult verdeckt, nicht erkennbar, auch: occultBegriff zur Beschreibung von nicht eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: klassich, minimal klassisch)
Okularist Berufsbezeichnung für spezialisierter Hersteller von individuellen Augenprothesen ( Glasaugen)
Okulo-zerebro-renales Syndrom Lowe SyndromX-chromosomal vererbte Stoffwechselstörung mit Beteiligung der Nieren, des Gehirns und der Augen ( Katarakt, Glaukom).
Oligocone Trichromasie Extrem seltene Form einer angeborenen Netzhautfunktionsstörung wahrscheinlich aufgrund einer sehr geringen Zahl von Zapfen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
ONCR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PAX2
ONHA Optic Nerve Head AnalyzerMethode zur detaillierten Untersuchung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Glaukom
OPA1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: OPA1 proteinAssoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Optikusatrophie (Kjer Typ), autosomal dominante Optikusatrophie mit sensoneuronalem HörverlustInfo: Das Protein hat Bedeutung für die Funktion der Mitochondrien
OPCA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7
Ophthalmologe Augenarzt
Ophthalmoskop AugenspiegelGerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes
Ophthalmoskopie Netzhautuntersuchung, FundusspiegelungUntersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)
OPN1SW Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: blue cone opsin (Blauzapfenopsin)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Tritanopie
OPPG nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5
Opsin Photopigmente Proteine in den Stäbchen ( Rhodopsin) und Zapfen (Rot-, Grün-, Blau- Opsin), deren Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens ist. Die Opsine gehen eine Verbindung mit Vitamin A ein.
Optic Nerve Head Analyzer ONHAMethode zur detaillierten Untersuchung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Glaukom
Opticopathie Erkrankung des Sehnerven ohne nähere Spezifizierung der Ursache oder Art der Erkrankung
Opticusatrophie Sehnervenschwund, OptikusatrophieZahlreiche Ursachen können zu einer Optikusatrophie führen: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore, vererbbare Erkrankungen.
Optikopathie Erkrankung des Sehnerven ohne nähere Spezifizierung der Ursache oder Art der Erkrankung
Optikusatrophie Sehnervenschwund, OpticusatrophieZahlreiche Ursachen können zu einer Optikusatrophie führen: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore, vererbbare Erkrankungen.
Optikusneurotomie Radiäre Optikusneurotomie (RON)Operationsverfahren zur Behandlung eines Zentralvenenverschlusses, das sich noch in der Erforschung befindet
Optische Kohärenz Tomographie OCTHochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur
Optische Kohärenztomografie OCTHochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur
Optische Medien Als optische Medien werden die Strukturen des Auges bezeichnet, durch die Lichtstrahlen dringen bevor sie die Netzhaut erreichen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenvorderkammer, die Linse und der Glaskörper. Klare optische Medien bezeichnen den Normalbefund. Getrübte optische Medien bezeichnen eine Störung des Lichteinfalls, wobei zahlreiche Ursachen möglich sind.
Orphan Gene Gen, in dem Mutationen nur für Einzelfälle einer Erkrankung verantwortlich sind, während andere Gen die Mehrzahl einer bestimmten Erkrankung verursachen
Osteoklasten Zellen, die Knochen abbauen
PAF1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3
PAHX nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PHYH
palp. Abkürzung für palpatorisch = nach Gefühl
palpatorisch Abkürzung: palp.nach Gefühl
Panel D15 Test Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens
PAP1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RP9
Papille Sehnervenkopf, SehnervenscheibeBeginn des des Nervus opticus im Augapfel. Bei verschiedenen Erkrankungen zeigen sich Veränderungen der Papille, diese kann blass, atrophisch, wachsgelb oder exkaviert aussehen
Papillenabblassung Abblassung der PapilleZeichen für eine krankhafte Veränderung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Optikusatrophie oder Netzhautdystrophie
Papillenexcavation Vertiefung im SehnervenkopfEine begrenzte Exkavation der Papille ist normal. Beim Glaukom und anderen Erkrankungen kommt es zu einer Vergrößerung der Exkavation durch den Verlust von Sehnervenfasern.
Papillenexkavation Vertiefung im SehnervenkopfEine begrenzte Exkavation der Papille ist normal. Beim Glaukom und anderen Erkrankungen kommt es zu einer Vergrößerung der Exkavation durch den Verlust von Sehnervenfasern.
Papillenkolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich des Sehnervenkopfes. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.
Papillenprominenz Hervortreten der Papille ( Sehnervenkopf) über das Niveau der umgebenden Netzhaut. Eine Papillenprominenz kann unter anderem angeboren, bei Drusen, bei Durchblutungsstörungen der Papille, bei entzündlichen Veränderungen der Papille oder bei erhöhtem Hirndruck auftreten.
para neben parafoveolär: neben der Fovea
Parabulbäranästhesie Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle neben den Augapfel
parafoveolär neben der Fovea
paranasal neben der Nase
paraneoplastisch Begleiterkrankungen eines Tumors ( Neoplasma), die aufgrund von Autoimmunreaktionen fernab vom eigentlich Tumor auftreten. Am Auge sind dies z.B. die Melanom assoziierte Retinopathie ( MAR) und die Carcinom assoziierte Retinopathie ( CAR). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie PPRCA, Pigmentierte paravenöse retinochoroidale AtrophieSeltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Eine Familie mit dominanter Vererbung wurde beschrieben. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
parazentral Neben dem Zentrum (der Fovea)
Pars plana Vitrektomie PPV, Operation des Glaskörpers.Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert.
Pathogenese Gesamtheit der an der Entstehung und Entwicklung einer Krankheit beteiligten Faktoren
pathognomonisch für eine Erkrankung kennzeichnendEin Symptom, das nur für eine bestimmte Erkrankung typisch ist und damit eine genaue Diagnose erlaubt
pathologisch krankhaft
Pathophysiologie Lehre von der krankhaft gestörten Funktion des menschlichen Organismus
Pattern-Dystrophie MusterdystrophieGruppe von meist autosomal dominant vererbten Makuladystrophien, bei denen Muster-ähnliche Veränderungen in der Makula zu sehen sind. Nicht selten wird der englische Begriff Pattern Dystrophie übernommen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
pauci wenig, gering
pauci pigmentosa wenig pigmentiertBegriff, der zur Beschreibung einer wenig pigmentierten Netzhaut bei Retinitis pigmentosa verwendet wurde
PAX2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: paired homeotic gene 2 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Nieren- Kolobom Syndrom ( Kolobom des Sehnerven und Nierenveränderungen)
PBCRA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MCDR1
PCAD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3
PCDH15 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: protocadherin 15Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1f), autosomal rezessive Taubheit
PDE6A Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cGMP pho sphodiesterase alpha subunit (Alpha-Untereinheit der cGMP Pho sphodiesterase)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
PDE6B Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rod cGMP pho sphodiesterase beta subunit (Beta-Untereinheit der stäbchenspezifischen cGMP Pho sphodiesterase)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)
PDT Photodynamische TherapieSpezielle Form der Behandlung von krankhaften Gefäßveränderungen unter der Netzhaut. Dabei wird ein Medikament intravenös gespritzt, dass sich über den Blutkreislauf in den Gefäßen des UAges verteilt. Es sammelt sich besonders in krankhaften Blutgefäßen an und wird dann durch Belichtung mit einem spezifischen Laser aktiviert wird und schädigt die Gefäßwände . Auf diese Weise gelingt eine bessere Schonung des umgebenden Netzhautgewebes als bei der klassichen Laserbehandlung. Einzige derzeit verfügbare Substanz für die Behandlung am Auge ist Verteporfin (Markenname: Visudyne)
PE Retinales Pigmentepithel, RPE Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.
PE Verschiebung unspezifische Veränderung der Pigmentierung des retinalen Pigmentepithels ( RPE, PE), die bei vielen Netzhauterkrankungen auftreten kann.
PE-Pathie Unspezifische Kurzbezeichnung für Erkrankung des retinalen Pigmentepithels
PE-Verschiebung unspezifische Veränderung der Pigmentierung des retinalen Pigmentepithels ( RPE, PE), die bei vielen Netzhauterkrankungen auftreten kann.
Peeling Membrane peelingEntfernen von Membranen von der Netzhautoberfläche während einer Vitrektomie.
Pegabtanib Handelsname: MacugenEin Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Macugen ist das erste Medikament, das in Europa für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen wurde. Für Macugen wurde eine deutliche stabilsierende Wirkung auf den Krankheitsverlauf der feuchten AMD und in einigen Fällen eine Verbesserung des Sehens nachgewiesen. Macugen wird alle 6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch nicht abschließend geklärt.
Perfluorcarbone Abkürzung: PFCLPerfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.
PERG Muster-ERG (Abkürzung nach dem englischen Pattern- ERG, um Verwechlsungen mit dem mfERG zu vermeiden)Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der inneren Netzhautschichten erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.
peri um herum perifoveolär: um die Fovea herum
Peribulbäranästhesie Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle um den Augapfel
perifoveolär um die Fovea herum
Perimeter ophthalmologisches Gerät zur Prüfung des Gesichtsfeldes. Innerhalb einer Halbkugel werden bei Beobachtung einer zentraler Fixationsmarke verschiedenen Lichtreize angeboten. Die Prüfung ist statisch (ein unbewegter Lichtreiz veränderlicher Helligkeit) oder kinetisch (ein beweglicher Lichtreiz) möglich.
Perimetrie Prüfung des Gesichtsfeldes mit Hilfe des Perimeters. Geprüft werden die Außengrenzen und/oder die Lichtempfindlichkeit an bestimmten Netzhautstellen.
peripher außen, nicht im Zentrumbei der Netzhaut: Die Netzhautbereiche außerbalb der Makula (mittlere und äußere Peripherie)
Periphere Netzhautdegeneration Degenerative Veränderung in der peripheren Netzhaut, die teilweise mit einem erhöhten Risiko für eine Netzhautablösung einhergehen können
perizentral um das Zentrum (die Fovea) herum
PEX1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peroxisome biogenesis factor 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( infantile Form)
PEX2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3
PEX7 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peroxisome biogenesis factor 7Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( adulte Form)
PFCL perfluorcarbonic liquidPerfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.
Phakoemulsifikation Zertrümmerung der Augenlinse durch Ultraschall mit anschließendem Absaugen der aufgequollenen Linsenmassen (Operationsmethode bei Grauem Star) bei extrakapsulärer Kataraktoperation
Phänokopie Ausprägung einer erworbenen Erkrankung, die einer anderen, vererbbaren Erkrankung sehr ähnlich sieht. Zum Beispiel können Entzündungen von Netzhaut und Aderhaut zu Pigmentierungen und Funktionsstörungen führen, die sehr ähnlich einer Retinitis pigmentosa sind (z.B. Lues-Retinopathie, Masern-Retinopathie). Insgesamt sind vererbbare Netzhautdystrophien wesentlich häufiger als Phänokopien. Das Erkennen von Phänokopien ist wichtig, weil sie möglicherweise behandelbar sind.
Phänotyp äußere Ausprägung eines Merkmals, das durch die Wechselwirkung zwischen der genetischen Information und Umwelteinflüssen entsteht
Phlebitis Entzündung von Venen, u.a. in der Netzhaut
Photodynamische Therapie PDTSpezielle Form der Behandlung von krankhaften Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut. Dabei wird ein Medikament gespritzt, dass sich in den Gefäßen ansammelt und dann durch Belichtung mit einem spezifischen Laser aktiviert wird und die Gefäßwände schädigt. Auf diese Weise gelingt eine bessere Schonung des umgebenden Netzhautgewebes als bei der klassichen Laserbehandlung
Photophobie Starke Blendungsempfindlichkeit, LichtempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen.
Photopigmente Opsine Proteine in den Stäbchen ( Rhodopsin) und Zapfen (Rot-, Grün-, Blau- Opsin), deren Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens ist. Die Opsine gehen eine Verbindung mit Vitamin A ein.
Photorezeptoren Lichtempfindliche Sinneszellen der NetzhautUnterschieden werden Stäbchen und drei Typen von Zapfen, die unterschiedliche Photopigmente für die Farbwahrnehmung enthalten
PHTB1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PTHB1
PHYH Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: phytanoyl-CoA hydoxylaseMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom
Physiologie Lehre von der normalen Funktion des menschlichen Organismus
PID PräimplantationsdiagnostikTest auf erblich bedingte Erkrankungen an Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Die PID setzt – auch bei fruchtbaren Paaren – eine künstliche Befruchtung mehrerer Eizellen voraus. Dem Embryo wird eine Zelle entnommen und auf genetische Defekte untersucht. Die gesunden Embryonen werden anschließend der Mutter eingepflanzt.
Pigmentauflockerung Ungenaue Beschreibung für Veränderungen des retinalen Pigmentepithels meist in der Makula. Der Begriff wird in der Regel für unspezifische Veränderungen gebraucht, die nicht mit Sicherheit einer bestimmten Erkrankung zugeordnet werden können.
Pigmentepithel der Netzhaut; retinales Pigmentepithel, Abkürzung: RPE, auch PE Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.
Pigmentepithel-Translokation noch in der Erforschung befindliche Operationstechnik, bei der Pigmentepithel aus der Peripherie unter die Stelle des schärfsten Sehens verschoben wird.
Pigmentepithelabhebung Abhebung des retinalen Pigmentepithels, meist im Rahmen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD).
Pigmentepithelatrophie Atrophie (Gewebeschwund) des Pigmentepithels
Pigmentepitheldestruktion Zerstörung des retinalen Pigmentepithels
Pigmentepitheliopathie unspezifische Bezeichnung für Erkrankungen des retinalen Pigmentepithels
Pigmentepithelriss Einriss des retinalen Pigmentepithels, meist bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Ein solcher Einriss unter der Stelle des schärfsten Sehens führt zu einer erheblichen Sehverschlechterung und ist nicht behandelbar.
Pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie PPRCA, Paravenöse pigmentierte retinochoroidale AtrophieSeltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Eine Familie mit dominanter Vererbung wurde beschrieben. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
PIM1K nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RP9
PKAN nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2
Plombe Eindellende Operation zur Behandlung einer rhegmatogenen Netzhautablösung: Festnähen eines Stücks Silikonschaumstoff auf dem Augapfels mit dem Ziel, die das Netzhautforamen zu verschliessen und damit die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern.
Pluripotenz Entwicklungspotential einer Zelle oder eines Gewebes, sich unter geeigneten Bedingungen in mehr als einen Zell- oder Gewebetyp differenzieren zu können.
PMP35 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3
PNR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NR2E3
POHS Presumed ocular histoplasmosis syndromeErkrankung unklarer Ursache, die durch choroidale Gefäßneubildungen unter der Makula zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann
Polydaktylie mehr als 5 Finger oder Zehentritt unter anderem beim Bardet-Biedl Syndrom auf. Oft sind überzählige Finger/Zehen nicht funktionstüchtig und werden kurz nach der Geburt operativ entfernt.
Polymorphismus Abschnitt der DNA, der in zwei oder mehr unterscheidbaren Formen in der Bevölkerung vorkommt.
Posner-Schloßmann Syndrom Plötzlicher Augeninnendruckanstieg bei tiefer Vorderkammer (im Unterschied zum Glaukomanfall)
Posner-Schlossmann-Syndrom Plötzlicher Augeninnendruckanstieg bei tiefer Vorderkammer (im Unterschied zum Glaukomanfall)
posterior hinten, Gegensatz zu anterior
PPRCA Paravenöse pigmentierte retinochoroidale AtrophieSeltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
PPV Pars plana Vitrektomie, Operation des Glaskörpers.Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert.
Präimplantationsdiagnostik PIDTest auf erblich bedingte Erkrankungen an Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Die PID setzt – auch bei fruchtbaren Paaren – eine künstliche Befruchtung mehrerer Eizellen voraus. Dem Embryo wird eine Zelle entnommen und auf genetische Defekte untersucht. Die gesunden Embryonen werden anschließend der Mutter eingepflanzt.
Pränataldiagnostik Untersuchung des ungeborenen Kindes im Mutterleib entweder durch von außen angewandte Ultraschalldiagnostik oder durch invasive (eindringende) Verfahren (Fruchtwasserdiagnostik).
präretinal epiretinal, vor der Netzhaut
Prävalenz Häufigkeitsrate einer bestimmten Krankheit oder eines bestimmten Merkmals zu einem gegebenen Zeitpunkt bzw. einer bestimmten Zeit periode.
Prävention Vorsorge, VorbeugungBezeichnung für Maßnahmen, die der Vorbeugung vor oder Verhinderung von Erkrankungen dienen.
Presbyopie AlterssichtigkeitDurch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen ( Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich.
Presumed ocular histoplasmosis syndrome Abkürzung: POHSErkrankung unklarer Ursache, die durch choroidale Gefäßneubildungen unter der Makula zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann
Primäres Glaukom Offenwinkelglaukom, „ Grüner Star„Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt.
Primer kurzes DNA-Stück, das als Start-Punkt der DNA-Synthese dient.
progredient fortschreitend
Progredienz Fortschreiten (einer Erkrankung)Am Auge z. B. mit zunehmender Sehverschlechterung oder zunehmenden Gesichtsfeldausfällen.
Progression Fortschreiten (einer Erkrankung)Am Auge z. B. mit zunehmender Sehverschlechterung oder zunehmenden Gesichtsfeldausfällen.
Progressive bifokale chorioretinale Atrophie Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Proliferationen Bezeichnung für das Wachstum von Blutgefäßen (z.B. bei der diabetischen Retinopathie) oder Bindegewebe (z.B. proliferative Vitreoretinopathie) im Glaskörperraum
Proliferative Vitreoretinopathie PVRKomplikation bei Netzhautablösung, insbesondere bei älteren Netzhautablösungen oder nach Verletzungen. Es bilden sich Membranen auf der Netzhautoberfläche, die die Netzhaut versteifen und durch Zug neue Netzhautlöcher entstehen lassen oder zu einer erneuten Netzhautablösung führen. Behandlung durch Vitrektomie.
PROML1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: prominin (mouse)-like 1Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive NetzhautdegenerationInfo: Glycoprotein an der Membran der Stäbchenaußensegmente
Protanomalie RotschwächeHerabgesetzte Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Protanopie RotblindheitVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Proteine sind Eiweißkörper. Sie sind die Bausteine der Zellen, Organe, Muskeln und Nerven. Der Mensch verfügt über rund eine halbe Million verschiedener Proteine. Im Körper übernehmen sie verschiedenste Funktionen: sie dienen z.B. als Botenstoffe und sind damit chemische Signalüberträger (z. B. Enzyme, Hormone)
Proteom Gesamtheit aller Proteine im Organismus.
PRP3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3
PRP31 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF31
PRPC8 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit P RPF8
PRPF3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: human homolog of yeast pre-m RNA splicing factor 3Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa
Pseudomakulaforamen vorgetäuschte Lochbildung in der Makula, z.B. durch Membranen auf der Netzhautoberfläche.
Pseudophakie Zustand der Linse nach Katarakt-Operation mit Kunstlinseneinpflanzung
psychogene Sehstörung Sehstörung, für die sich auch bei gründlicher Untersuchung der Augen keine organische (körperliche) Ursache finden lässt
PTHB1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: parathyroid hormone-responsive B1 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl SyndromInfo: Funktion des Genprodukts unkannt
PTS2R nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX7
Pupille Zentrale Öffnung der Regenbogenhaut (Lichteintrittsöffnung zum Augenhintergrund)
Pupillenreaktion Verengung der Pupille auf Licht. Diese kann direkt durch Beleuchtung des untersuchten Auges, oder indirekt durch Beleuchtung des Partnerauges ausgelöst werden.
PVR Proliferative VitreoretinopathieKomplikation bei Netzhautablösung, insbesondere bei älteren Netzhautablösungen oder nach Verletzungen. Es bilden sich Membranen auf der Netzhautoberfläche, die die Netzhaut versteifen und durch Zug neue Netzhautlöcher entstehen lassen oder zu einer erneuten Netzhautablösung führen. Behandlung durch Vitrektomie.
PXE nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6
PXMP3 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peroxisome membrane protein 3Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( infantile Form)
Quensyl-Retinopathie Hydroxychloroquin-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin)Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.
Ranibizumab Handelsname: LucentisEin Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Lucentis ist das zweite Medikament, für das die Zulassung zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration erwartet wird. Zur Zeit ist Lucentis nur innerhalb von Studien verfügbar. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen eine deutliche Verbesserung. Lucentis wird alle 4 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, wird derzeit in Studien geklärt.
RB1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinoblastoma protein 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: Retinoblastom, Retinom, Pinealom, osteogenes SarkomInfo: Verhandene Mutation benötigt Mutation des zweiten Allels (second hit) zum Entstehen eienr Erkrankung, reguliert Zellzyklus
RBP4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinol-binding protein 4Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Degeneration des retinalen PigmentepithelsInfo: Genprodukt ist Träger für Retinol im Serum
RCD1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfendystrophie
RCDP1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX7
RCP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW
RCS Retinitis centralis serosa, Retinopathia centralis serosa, Chorioretinopathia centralis serosaErkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.
RDH1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RDH5
RDH12 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinol dehydrogenase 12Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
RDH5 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: 11-cis retinol dehydrogenase 5Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver Fundus albipunctatus, autosomal rezessive ZapfendystrophieInfo: Genprodukt wichtig für Vitamin A Regeneration
RDPA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PHYH
RDS Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peripherin 2Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante vitellirfome Makuladystrophie, digenische Retinitis pigmentosa (mit ROM1)Info: Genprodukt wichtig für Struktur der Aussensegmente der Photorezeptoren
rectus gerade
Refraktion Brechung(szustand) des Auges. Bei der Refraktionsbestimmung wird das Brillenglas bestimmt, mit der eine optimale Abbildung eines gesehenen Bildes auf der Netzhaut erreicht wird.
Refraktionsbestimmung Bestimmung der Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers des Auges
Refraktionswerte Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers, die bei der Refraktionsbestimmung erhoben werden
Refsum Syndrom Seltenes Syndrom aufgrund einer Störung des Phytansäurestoffwechsels mit einer Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautdystrophie, peripheren Neuropathien, Ataxie, Herzrhythmusstörungen und Schwerhörigkeit in variabler Ausprägung. Eine Behandlung mit Diät und Apherese ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Regenbogenhaut IrisTeil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe.
Regionalanästhesie Schmerzausschaltung in einem begrenzten Bezirkam Auge z.B. des Augapfels oder der Augenlider
Reizantworten Potentialege messene Spannungsänderungen bei elektrophysiologischen Untersuchungen ( ERG, EOG, mfERG, VEP, PERG)
reizfrei ohne EntzündungsreizDies entspricht einem normalen Untersuchungsbefund, z.b. reizfreie Bindehaut oder reizfreie Vorderkammer bei Z.n. Augenoperationen.
Rekombination Neuverteilung von Erbanlagen durch Einführen oder Entfernen von DNA aus unterschiedlichen Quellen im Erbgut eines Organismus.
Resochin-Retinopathie Chloroquin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin)Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.
Restriktionsenzyme Schneideenzyme:Enzyme, die eine Nukleotidfolge auf doppelsträngiger DNA erkennen und die Spaltung beider DNA-Stränge an dieser Stelle bewirken.
RETGC nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D
RETGC1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D
Retikuläre Dystrophie Extrem seltene, autosomal rezessiv vererbte Form einer Makuladystrophie mit netzartigen Pigmentierungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Retina Netzhaut (Abkürzung: NH)In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehrin weitergeleitet wird.
Retina-Blutung Blutung in die Netzhaut
retinal die Netzhaut betreffend
Retinale Tomographie z.B. HRTVerfahren zur Untersuchung der Struktur der Netzhaut und der Papille mit Licht oder Laser
Retinales Pigmentepithel Abkürzung: RPE (auch: PE) Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.
Retinasklerose Degenerative Veränderung der Netzhaut ( Retina)
Retinaverkalkung Umgangssprachliche Bezeichnung für eine degenerative Erkrankung der Netzhaut ( Retina), Kalkablagerungen treten in der Netzhaut sehr selten auf.
Retinektomie Wegschneiden von NetzhautEine teilweise Retinektomie ist bei manchen Netzhautoperationen erforderlich, um die verbleibende Netzhaut wieder anlegen und dauerhaft stabilisieren zu können. Die Retinektomie ist in der Regel nur bei schweren Netzhautveränderungen nach Verletzung, bei fortgeschrittener diabetischer retinopathie oder bei länger bestehenden Netzhautablösungen erforderlich. Sie kann auch zur Behandlung von Tumoren notwendig sein oder zur Gewinnung von Gewebeproben bei unklaren schweren Netzhauterkrankungen eingesetzt werden.
Retinitis Entzündung der Netzhaut.Allerdings wird dieser Begriff nicht immer richtig gebraucht. Zum Beispiel ist es unwahrscheinlich, dass bei der Retinitis pigmentosa entzündliche Ursachen vorhanden sind. Der Begriff der Retinopathie (auch: Retinopathia) hat sich aber nicht durchgesetzt.
Retinitis centralis serosa Retinopathia centralis serosa, Chorioretinopathia centralis serosa, RCSErkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.
Retinitis pigmentosa auch: Retinopathia Pigm entosabekann teste Gruppe der hereditären Netzhautdystrophien. Fortschreitende, meist mit Pigmentablagerungen einhergehende, erbliche Netzhautdystrophie; Symptome: Nachtblindheit, fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Retinitis pigmentosa sine pigmento Retinitis pigmentosa ohne PigmentUnglückliche Bezeichnung für eine Retinitis pigmentosa ohne Knochenkörperchen. Knochenkörperchen bilden sich zu verschiedenen Zeiten im Verlauf der Erkrankung und in unterschiedlichem Ausmaß. Allerdings lassen sich auch bei Fehlen von Knochenkörperchen bei einer Retinitis pigmentosa immer Veränderungen des retinalen Pigmentepithels erkennen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Retinitis punctata albescens Sonderform der Retinitis pigmentosa mit weißen Flecken, die mit Mutationen in verschiedenen Genen assoziiert sein kann. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Retinoblastom Häufigster Netzhauttumor bei Kindern. Ein Retinoblastom tritt meist in den ersten beiden Lebensjahren auf. Es kann den Eltern durch plötzliches Schielen oder eine weiße Pupille ( Leukokorie, z.B. auf Blitzlichtfotos) auffallen. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung notwendig.
Retinometer Gerät zur Bestimmung der möglichen Sehschärfe z.B. vor Operationen eines Grauen Stars ( Katarakt). Bei Vorliegen von Netzhauterkrankungen oder Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) kann der Retinometervisus fälschlich zu gut sein.
Retinometervisus Sehschärfe, die mit dem Retinometer bestimmt wurde. Das Retinometer ist ein Gerät zur Bestimmung der möglichen Sehschärfe z.B. vor Operationen eines Grauen Stars ( Katarakt). Bei Vorliegen von Netzhauterkrankungen oder Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) kann der Retinometervisus fälschlich zu gut sein.
Retinopathia Erkrankung der NetzhautDer Begriff Retinopathia wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht (z.B. Retinitis oder Retinopathia pigm entosa)
Retinopathia centralis serosa Retinitis centralis serosa, Retinopathia centralis serosa, Chorioretinopathia centralis serosaErkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.
Retinopathia praematurorum RPM, Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity ( ROP)Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.
Retinopathie Erkrankung der Netzhautz.B. diabetische Retinopathie. Der Begriff Retinopathie ( Retinopathia) wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht (z.B. Retinitis oder Retinopathia pigm entosa)
Retinopexie „Befestigung“ der Netzhaut, z.B. durch Narbenbildung nach Laser– oder Kältebehandlung ( Kryokoagulation)
Retinoschisis NetzhautspaltungBei der Netzhautspaltung kommt es, im Gegensatz zur Netzhautablösung, zu einer Trennung der Netzhaut zwischen bestimmten Netzhautschichten. Eine Retinoschisis kann kongenital ( x-chromosomale Retinoschisis) oder bei älteren Menschen erworben auftreten. Während eine Netzhautablösung operativ behandelt werden muss, kann eine Retinoschisis nicht geheilt werden.
Retrobulbäranästhesie Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle hinter den Augapfel
Retrobulbärneuritis Neuritis nervi optici, Abkürzung: NNOEntzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten.
Retrolentale Fibroplasie Spätstadium einer Frühgeborenenretinopathie mit einer vollständigen Netzhautablösung und weitgehender Erblindung.
Rezidiv Wiederauftreten derselben Erkrankung nach vorübergehender Abheilung
RG Retinologische GesellschaftDeutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft für Netzhauterkrankungen
RGR Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RPE– retinal G protein-coupled receptorMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Aderhautsklerose
Rhegmatogene Ablatio retinae Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie.
Rhegmatogene Amotio retinae Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie.
Rhegmatogene Netzhautablösung Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie.
Rheopherese Form der Blutwäsche, bei der bestimmte Anteile aus dem Blut durch spezielle Filter herausgefiltert werden.
RHO Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RhodopsinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante retinitis pigm entosa, autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)Info: mehr als 100 verschiedene Mutationen sind bekannt
Rhodopsin Protein in den Stäbchen, dessen Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens im Dunkeln ist. Rhodopsin geht eine Verbindung mit Vitamin A ein. Mutationen im Rhodopsin– Gen sind eine häufige Ursache für Retinitis pigmentosa
RHOK nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GRK1
RIM1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1
RIMS1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: regulating synaptic membrane exocytosis protein 1 (rab3A-interacting molecule)Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfen-StäbchendystrophieInfo: Genprodukt lokalisiert in Synapsen
Ringskotom Ringförmig um das Zentrum gelegener Gesichtsfeldausfall, der im Bereich der höchsten Stäbchendichte der Netzhaut liegt. Typisch bei Retinitis pigmentosa.
RK nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GRK1
RMCH nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ACHM1
RMCH2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3
RNA Ribonukleinsäure (engl. Ribo Nucleic Acid). Einsträngiges Abbild der DNA oder von Abschnitten der DNA durch Transkription, trägt die genetische Information aus dem Zellkern in die Zelle als Plan für die Proteinproduktion
RNANC Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive nicht-syndromale kongenitale Netzhautablösung
ROA1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Optikusatrophie
Röhrengesichtsfeld konzentrische Gesichtsfeldeinengung auf wenige Grad (auch: Tunnelblick)Wenn bei einer Netzhaut– oder Aderhautdystrophie das Gesichtsfeld sehr stark von außen eingeengt ist, sieht der Betroffene nur einen kleinen Ausschnitt der Umwelt, wie wenn man durch einen Tunnel oder eine lange Röhre blickt.
ROM1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinal outer segment membrane protein 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: digenische Retinitis pigmentosa (zusammen mit RDS), fraglich autosomal dominante Retinitis pigmentosa
ROP Retinopathia prämaturorum ( RPM), Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity ( ROP)Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.
Rotblindheit ProtanopieVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Rotschwäche ProtanomalieHerabgesetzte Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Rotsinnstörung Störung des Rotsinns, die angeboren ( Protanopie, Protanomalie) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.
RP Abkürzung für Retinitis pigmentosaWenn hinter RP eine Zahl steht, (z.B. RP2, RP29), ist dies eine Kurz-Bezeichnung für eine bestimmte genetisch definierte Form der Retinitis pigmentosa.
RP1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RP1 proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Retinitis pigmentosaInfo: Genprodukt nachweisbar in der Verbindung zwischen Photorezeptorinnen- und -außensegment
RP10 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IMPDH1
RP11 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF31
RP12 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRB1
RP13 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit P RPF8
RP14 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TULP1
RP16 nicht mehr gültiges Gen-Symbol
RP17 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CA4
RP18 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3
RP19 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4
RP20 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPE65
RP21 nicht mehr gültiges Gen-Symbol
RP25 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
RP26 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CERKL
RP27 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NRL
RP28 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
RP29 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: bisher nur in 1 Familie
RP3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPGR
RP30 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FSCN2
RP31 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa
RP32 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: schwere autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: frühe Nachtblindheit, Visusverlust und Makuladegeneration
RP33 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa
RP4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RHO
RP5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RHO
RP7 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RDS (Peripherin)
RP9 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RP9 protein oder PIM1-kinase associated proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa
RPE Retinales Pigmentepithel (auch: PE) Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.
RPE65 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinal pigment epithlium-specific 65 kD proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Lebersche kongenitale AmauroseInfo: Genprodukt wichtig im Vitamin A Stoffwechsel in den retinalen Pigmentepithelzellen. Erfolgreiche Gentherapie im Hund
RPGRIP1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RPGR-interacting protein 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale AmauroseInfo: Genprodukt interagiert mit RPGR
RPM Retinopathia prämaturorum, Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity ( ROP)Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.
Rubeosis iridis Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut, die zur verlegung des Kammerwinkels und damit zur Augendruckerhöhung führen kann. Eine Rubeosis iridis ist oft Spätstadium einer Gefäßerkrankung der Netzhaut ( Diabetische Retinopathie, Zentralvenenverschluss). Die Behandlung besteht in der Behandlung der Ursache an der Netzhaut mit Laser oder Vitrektomie und der Senkung des Augeninnendrucks. Eine rasche Rückbildung einer Rubeosis iridis nach Eingabe von Avastin in die Augenvorderkammer wurde gezeigt, damit läßt sich eine Pause erreichen, in der die Netzhautbehandlung erfolgen kann.
Rundforamen Rundloch, spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Rundloch ist die Traktion auf den Lochrand abgerisen, das Risiko einer Netzhautablösung ist gering.
Rundloch Rundforamen, spezielle Form eines peripheren NetzhautforamensIn der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Rundloch ist die Traktion auf den Lochrand abgerisen, das Risiko einer Netzhautablösung ist gering.
s.c. sine correctione Sehschärfe ohne Korrektur durch BrillengläserMögliche andere Beduetung:Abkürzung für subcutan = unter die HautAbkürzung für subconjunctival = unter die Bindehaut
SAG Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: arrestin (S- Antigen)Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver Morbus Oguchi (Sonderform der kongenitalen stationären Nachtblindheit), autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: Protein hat Bedeutung bei der Informationsübertragung im Photorezeptor
SANS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1G
sc (s.c.) sine correctione Sehschärfe ohne Korrektur durch BrillengläserMögliche andere Bedeutung:Abkürzung für subcutan = unter die HautAbkürzung für subconjunctival = unter die Bindehaut
SCA7 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7
Schießscheibenmakulopathie Bull“s eye Makulopathie (= Ochsenaugen- Makulopathie)Englischer Ausdruck für eine Schießscheiben- Makulopathie, bei der sich Veränderungen des retinalen Pigmentepithels in Ringform um die Fovea zeigen. Diese Veränderung ist nicht typisch für eine spezifische Netzhauterkrankung, sie kann bei Makuladystrophien, Zapfen-Stäbchendystrophien, aber auch bei Chloroquin-Retinopathie auftreten. Schießscheibenmakulopathie kann bei sehr unterschiedlichen Netzhautdystrophien auftreten.
Schiötz-Tonometer Gerät zur messung des Augeninnendrucks, heuteaufgrund moderner Methoden nur noch selten verwendet
Schneckenspuren Beschreibung für eine periphere Netzhautveränderung (auch als periphere Netzhautdegeneration bezeichnet)
Schneideenzyme Restriktionsenzyme:Enzyme, die eine Nukleotidfolge auf doppelsträngiger DNA erkennen und die Spaltung beider DNA-Stränge an dieser Stelle bewirken.
Schwachsichtigkeit AmblyopieFehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden.
Schwefelhexafluorid SF6Dieses Gas kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden.
Screening Untersuchung einer bestimmten Gruppe zu einem bestimmten Zweck, z.B. Vorsorgeuntersuchungen bei Neugeborenen (Phenylketonurie, Glakatosämie) oder Frühgeborenen ( Screening auf pathologische Netzhautentwicklung). Ebenso ist ein Screening auf bestimmte Gen– Mutationen bei Netzhautdystrophien möglich.
Sehnerv Nervus opticusDer Sehnerv stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn her. Er setzt sich aus ca. 1 Million Nervenfasern der Ganglienzellen der Netzhaut zusammen und beginnt in der Sehnervenscheibe ( Papille).
Sehschärfe VisusBezeichnung für die Sehfunktion in der Stelle des schärfsten Sehens. Unterschieden werden die Sehschärfe für die Ferne (Fernvisus) und die Nähe (Nahvisus, Lesevisus)
Sekretion Ausscheidung von Flüssigkeit aus einer Zellez.B. in den Tränendrüsen oder Speicheldrüsen
sekundärer Strabismus Schielstellung als Folge andere Augenerkrankungen bzw. deren Behandlung, z.B. nach Verletzungen oder Operationen
Sekundärglaukom Erhöhung des Augeninnendrucks in Folge von anderen Augenerkrankungen, z.B. diabetischer Retinopathie, Zentralvenenverschluss, Uveitis
SEMA4A Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Semaphorin 4AAssoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Zapfen-StäbchendystrophieInfo: wichtig für die neuronale Entwicklung und im Immunsystem
SEMAB nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit SEMA4A
Senior-Loken Syndrom Syndrom mit Beteiligung der Niere ( Zystenniere = Nephoronophthise) und Netzhautdystrophie mit frühem Beginn (ähnlich wie Retinitis pigmentosa oder Leberscher kongenitaler Amaurose)
Sequenzierung Bestimmung der Folge der Bausteine in DNA, RNA oder Protein. Meistens Sequenzierung von DNA.
SF6 SchwefelhexafluoridDieses Gas kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden.
SFD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMP3
Sicca-Syndrom Trockenes AugeVeränderungen des Tränenfilms führen zu Störungen der Benetzung der Augenoberfläche, die sich mit Jucken, Fremdkörpergefühl, aber auch überschiessendem Tränen bemerkbar machen können.
Silikon Flüssiges Silikon kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden.
simplex einfach, einzeln
Simulationsprobe Testverfahren, mit dem das Vortäuschen einer Sehverschlechterung aufgedeckt werden soll.
sine pigmento ohne PigmentUnglückliche Bezeichnung für eine Retinitis pigmentosa ohne Knochenkörperchen. Knochenkörperchen bilden sich zu verschiedenen Zeiten im Verlauf der Erkrankung und in unterschiedlichem Ausmaß. Allerdings lassen sich auch bei Fehlen von Knochenkörperchen bei einer Retinitis pigmentosa immer Veränderungen des retinalen Pigmentepithels erkennen.
Skiaskopie Technik zur Bestimmung des Brechkraftfehlers eines Auges, heute insbesondere eingesetzt bei Kindern zur Bestimmung eines optimalen Brillenglases.
Sklera Lederhautäußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut.
Sklerose krankhafte „Verhärtung“ eines Gewebesweiter gefasst Bezeichnugn für degenerative Veränderungen z.B. der Netzhaut oder Aderhaut
Skotom GesichtfeldausfallDas Skotom kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen.
Skotome Gesichtfeldausfälle (Plural von Skotom)Das Skotom kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen.
SLSN1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP1
SLSN3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP3
SLSN4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP4
SLSN5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IQCB1
SLSN6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290
SNV Subretinale Neovaskularisation (auch: SRN); choroidale Neovaskularisation ( CNV),Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.
somatisch körperlich ( somatische Gentherapie = Gentherapie an Körperzellen)
Sorsby Fundusdystrophie benannt nach dem Arzt SorsbySpät beginnende, relativ rasch progrediente, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie assoziiert mit Mutationen im TIMP3- Gen. Nach Auftreten von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) Fortschreiten zu einer generalisierten choroidalen Atrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Spaltlampe Gerät zur mikroskopischen Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges unter Verwendung eines variablen Lichtspalts zur Beleuchtung. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut untersucht werden. In der Regel erfolgt die Augeninnendruck messung ebenfalls an der Spaltlampe.
Spaltlampenmikroskopie Mikroskopische Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges mit der Spaltlampe. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut mikroskopisch untersucht werden.
sph Abkürzung für Sphäre, den Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist.
Sphäre KugelIn der Augenheilkunde bezeichnet die Sphäre den Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist, im Brillenrezept abgekürzt sph. Dazu kommt der Zylinder, der eine zusätzliche Brechkraft nur in einer bestimmten Richtung (Achse) bezeichnet, im Brillenrezept abgekürzt cyl.
SRN subretinale Neovaskularisation (auch: SNV, choroidale Neovaskularisation ( CNV)Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.
Stäbchen Der Typ der Photorezeptoren, der für das Dämmerungssehen und das äußere Gesichtsfeld entscheidend ist.
Stäbchenmonochromasie Angeborene, autosomal rezessiv vererbte Gruppe von Erkrankungen aufgrund unterschiedlicher Gendefekte, die zu einem völligen Fehlen der Zapfenfunktion führen. Das Sehen erfolgt ausschließlich mit den Stäbchen. Teilweise wird auch der Begriff Achromatopsie verwendet, dieser ist jedoch nicht ganz eindeutig definiert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Stabsichtigkeit AstigmatismusSie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte. „stabförmige“, unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus.
Stammzellen Zellen, die sich zu jedem beliebigen Zelltyp entwickeln können. Sie werden deshalb als „pluripotent“ (sich in viele verschiedene Zellen ausbildend) oder als totipotent (sich in alle Zellen, d.h. in einen vollständigen Organismus ausbildend) bezeichnet. Sie spezialisieren sich erst später. Aus ihnen entstehen über 200 verschiedene Zelltypen. Weil sich die noch unreifen Stammzellen in viele verschiedene Richtungen entwickeln können, eignen sie sich möglicherweise zur Regenerierung von Körpergewebe.
stationär bleibend, ortsfest, zeitlich unveränderlich1. mit Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: ambulant)2. Bei nicht fortschreitenden Erkrankungen, z.B. kongenitale stationäre Nachtblindheit (im Gegensatz zu: progredient)
Stationäre Behandlung mit Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: ambulanter Behandlung)
STGD1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4
STGD3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ELOVL4
STGD4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Stargardt-ähnliche MakuladystrophieInfo: Lokalisiert in 1 Familie
Stickler-Syndrom Fehlbildungssyndrom des BindegewebesDas Stickler-Syndrom ( autosomal dominant) geht am Auge mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung einher. Am Körper ist es gekennzeichnet durch Fehlbildungen des Skelelttsystems. Wie bei allen Syndromen kann die Ausprägung der einzelnen Symptome sehr unterschiedlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
STL1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1
STL2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL11A1
Strabismus Fehlstellung der Augen (Schielen).Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt
Strabismus convergens InnenschielenEin Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt
Strabismus divergens AußenschielenEin Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt
Strahlenkörper Corpus ciliaris; Ziliarkörper:Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.
Stridor pfeifendes Atemgeräusch bei Verengung der oberen Luftwege (z.B. bei Asthma, Schilddrüsenvergrößerung)
sub unter subretinal: unter der Netzhaut subkapsulär: unter der Kapsel subfoveolär: unter der Fovea
subcapsularis unter der Kapsel Cataracta subcapsularis: Linsentrübung direkt vor der hinteren Kapsel der Linse
subfoveal unter der Fovea
subfoveolär unter der Fovea
Subjektive Refraktion Bestimmung eines optimalen Brillenglaswerts durch Abstimmung aufgrund der Angaben des Patienten basierend auf den bei der objektiven Refraktion ge messenen Brechungsfehlers des Auges.
subkapsulär unter der Kapsel Linsentrübung unter der hinteren Linsenkapsel
subretinal unter der Netzhaut
Subretinale Neovaskularisation SRN, choroidale Neovaskularisation ( CNV)Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.
superior oben, oberhalb gelegen Musculus rectus superior: oberer Augenmuskel
SVD Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal dominante vitreoretinale Schneeflockendegeneration
Symptom Anzeichen für eine ErkrankungAm Auge z.B. Sehverschlechterung, Schmerzen, Blendung, Rötung oder vermehrter Tränenfluss
symptomatisch Auftreten von Anzeichen für eine beginnende ErkrankungAm Auge z.B. Sehverschlechterung, Schmerzen, Blendung, Rötung oder vermehrter Tränenfluss
Syndrom Typische Kombination von Krankheitssymptomen in verschiedenen Organen. Diese werden häufig mit dem Namen der Beschreiber des Syndroms benannt (z.B. Usher- Syndrom: Netzhaut und Ohr)
Tapetoretinale Degeneration Oberbegriff für erbliche (hereditäre) Netzhauterkrankungen ( Netzhautdystrophien).
TCF13 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1
TEAD1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: TEA domain family member 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Atrophia areata
TEF1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1
temporal schläfenwärts, zur Seite der Schläfe
Tensio Augeninnendruck
Tensiomessung Messung des Augeninnendrucks
test testbegrif ß ä ö ü
Thymin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin
TLR4 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: toll-like receptor 4Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Asp299Gly) erhöhen das Risiko für eine AMD um das 2-fache
totipotente embryonale Stammzellen sind die aus einigen Tage alten Embryonen gewonnenen Stammzellen. Sie können unter geeigneten Bedingungen (im Reagenzglas) zu einem voll entwicklungsfähigen Embryo heranwachsen.
toxisch giftig, mit Nebenwirkungen behaftet
Toxoplasma gondii Erreger, der eine Toxoplasmose auslösen kann
Toxoplasmose Erkrankung, die durch den Erreger Toxoplasma gondii ausgelöst wird.Die Mehrzahl der Infektionen mit Toxoplasma gondii verläuft symptomlos für den Betroffenen. Am Auge kann angeboren oder später im Leben erworben bei Toxoplasmose eine Entzündung von Netzhaut und Aderhaut entstehen, oft nahe der Makula. Eine akute Entzündung muss je nach Lage zur Makula behandelt werden. Toxoplasma gondii bildet Sporen, die nicht behandelt werden können und zu ein- oder mehrmalig wiederholten Entzündungen führen können.
Traktion ZugDer Glaskörper kann eine Traktion auf die Nethhaut ausüben. Eine Traktion kann zu einem Foramen ( Loch) in der Netzhaut führen, von dem aus eine rhegmatogene (lochbedingte) Netzhautablösung entsteht. Eine Traktion kann auch zu einer Netzhautablösung ohne Foramen führen, die dann Traktionsablatio genannt wird. Die Behandlung einer Traktion bei Netzhautablösung erfolgt entweder durch eine Eindellung des Auges ( Plombe, Cerclage) oder eine Glaskörperoperation ( Vitrektomie).
Traktionsablatio Netzhautablösung durch Zug ( Traktion) von Glaskörper an der Netzhaut ohne Netzhautforamen ( Loch). Die Behandlung erfolgt durch Vitrektomie.
Traktionsamotio Netzhautablösung durch Zug ( Traktion) von Glaskörper an der Netzhaut ohne Netzhautforamen ( Loch). Die Behandlung erfolgt durch Vitrektomie.
Tränenwege Die Tränen enstehen in der Tränendrüse und in speziellen Zellen der Bindehaut, und laufen im inneren Augenwinkel über die Tränenwege in die Nase ab.
Transduktion Übertragung des empfangenen Lichtsignals im Photorezeptor vom Opsin zur Zellmembran.
Transkription Übertragung der genetischen Information im Zellkern von der DNA in RNA. Die RNA wird dann aus dem Zellkern in die Zellen eingeschleust, wo die RNA als Bauplan für Proteine verwendet wird.
Transmission Weiterleitung der Information innerhalb der Netzhaut von den Photorezeptoren über die Bipolarzellen zu den Ganglienzellen
Triamcinolon Cortison-Prä parat Triamcinolon wird bei bestimmten Netzhauterkrankungen ( Makulaödem, altersabhängige Makuladegeneration in Kombination mit der photodynamischen Therapie ( PDT)) in das Augeninnere gespritzt. Risiko sind Glaukom ( Augeninnendruckerhöhung) und Linsentrübungen.
TRIM32 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: tripartite motif-containing protein 32Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom, autosomal rezessive Lendengürtel Muskeldystrophie
Trisomie häufigste Form von chromosomalen Aberrationen, Vorliegen eines Chromosoms in drei Kopien statt in zwei. Geboren werden Kinder mit Trisomien der Chromosomen 13, 18, 21, und X.
Tritanomalie BlauschwächeHerabgesetzte Empfindlichkeit im blauen (lurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
Tritanopie BlaublindheitVollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums
TRNH nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTH
TRNL1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1
TRNS2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTS2
Trockene AMD Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)Im Gegensatz dazu steht die feuchte Form, bei der es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut kommt. Diese fehlen bei der trockenen Form. Typisch für die trockene AMD ist die geographische Atrophie.
Trockene Makuladegeneration Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)Im Gegensatz dazu steht die feuchte Form, bei der es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut kommt. Diese fehlen bei der trockenen Form. Typisch für die trockene AMD ist die geographische Atrophie.
Trockenes Auge Wenn zu wenig Tränen produziert werden oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verändert ist, kann es zu Benetzungsstörungen der Augenoberfläche kommen, die sich als Fremdkörpergefühl bemerkbar machen. Künstliche Tränenflüssigkeit ist eine Behandlunsgmöglichkeit.
Tropfanästhesie Schmerzausschaltung an der Augenoberfläche durch betäubende Tropfen
TTC8 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: tetratricopeptide repeat domain 8Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Bardet-Biedl SyndromInfo: Genprodukt wichtig für Zilienfunktion
TTPA Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: alpha-tocopherol-transfer proteinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive oder dominante Ataxie
TULP1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: tubby-like protein 1Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Lebersche kongenitale AmauroseInfo: Genprodukt möglicherweise wichtig für Transport von Rhodopsin
Tunnelblick konzentrische Gesichtsfeldeinengung auf wenige Grad (auch: Röhrengesichtsfeld)Wenn bei einer Netzhaut– oder Aderhautdystrophie das Gesichtsfeld sehr stark von außen eingeengt ist, sieht der Betroffene nur einen kleinen Ausschnitt der Umwelt, wie wenn man durch einen Tunnel oder eine lange Röhre blickt.
unilateral einseitigam Auge: nur ein Auge betreffend
USH1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1A
USH1B nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A
USH1C Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: harmoninMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, autosomal rezessive Taubheit
USH1D nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23
USH1F nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15
USH2A Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: usherinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 2), autosomal rezessive Retinitis pigmentosaInfo: Das Protein ist wichtiger Bestandteil von Basalmembranen
USH2B Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom
USH2C nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MASS1
USH3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH3A
USH3A Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: clarin-1Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, Typ 3Info: Das Protein hat eine mögliche Bedeutung für Synapsen der Photorezeptoren
Usher-Syndrome Kombination einer Retinitis pigmentosa-ähnlichen Netzhautdystrophie mit angeborener Taubheit (Usher I) bzw. mit Innenohrschwerhörigkeit (Usher II). Zusätzlich können Gleichgewichtsstörungen bestehen. Genetisch lassen sich mindestens 10 Formen voneinander unterscheiden. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Uvea Gefäßhaut des Auges. Dazu gehören die Iris ( Regenbogenhaut), das Corpus ciliare ( Ziliarkörper) und die Choroidea ( Aderhaut).
Uveitis Entzündung der Gefäßhaut ( Uvea) des Auges. Diese kann alle oder nur einzelne Bereiche der Uvea betreffen (z.B. Iritis = Regenbogenhautentzündung; posteriore Uveitis = Aderhautentzündung).
V.a. Verdacht auf
VA VAAAbkürzung für: Vorderer Augenabschnitt: Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer, Linse
VAA VAAbkürzung für: Vorderer Augenabschnitt: Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer, Linse
VEGF Vascular endothelial growth factorEiner von zahlreichen Wachtumsfaktoren, die das Zellwachstum und die Zellerneuerung steuern. VEGF ist wesentlich an der Entstehung von Erkrankungen des Auges (z. B. diabetische Retinopathie, altersbedingte Makuladegeneration) beteiligt. Im Auge existieren verschiedene Isoformen von VEGF.
VEGF-Antagonisten Medikamente, die die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors VEGF hemmen. Dies fürht zu einer Verminderung von Gefäßwachstum und zu einem „Abdichten“ der Blutgefäße mit Rückgang von Makulaödem. An der Netzhaut wirkt Macugen gegen eine Isoform des VEGF, Lucentis und Avastin gegen verschiedene Isoformen von VEGF. Sie werden bei der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen erfolgreich eingesetzt.
VEGF-Hemmer Medikamente, die die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors VEGF hemmen. Dies fürht zu einer Verminderung von Gefäßwachstum und zu einem „Abdichten“ der Blutgefäße mit Rückgang von Makulaödem. An der Netzhaut wirkt Macugen gegen eine Isoform des VEGF, Lucentis und Avastin gegen verschiedene Isoformen von VEGF. Sie werden bei der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen erfolgreich eingesetzt.
Vektor „ Gentaxi“ oder „ Genfähre“ dienen dem Transport von Genen in Zellen, also zur Übertragung von DNA-Stücken in einen gentechnisch zu verändernden Organismus. Bei diesen Vektoren kann es sich um Bakterien, modifizierte („entschärfte“) Viren oder auch DNA-Abschnitte, z.B. bakterielle Plasmide, handeln.
Velhagen-Tafeln Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens
VEP Visuell evozierte PotentialeDurch Musterreize oder Lichtblitze gezielt ausgelöste Hirnpotentiale, die über Elektroden am Hinterkopf abgeleitet werden können. Damit ist eine genaue Untersuchung der Funktion der gesamten Sehbahn möglich.
Verzerrtsehen MetamorphopsienDurch verschiedene Erkrankungen der Makula, z.B. Membranen auf der Netzhaut ( Macular pucker), ein Makulaforamen, oder choroidale Neovaskularisationen kann ein Verzerrtsehen entstehen. Man kann es selbst mit dem Amsler-Netz testen.
vestibulär in Zusammenhang mit dem Gleichgewichtsorganz.B. zur Bezeichnung der Ursache eines Schwindels
Visuell evozierte Potentiale Abkürzung: VEPDurch Musterreize oder Lichtblitze gezielt ausgelöste Hirnpotentiale, die über Elektroden am Hinterkopf abgeleitet werden können. Damit ist eine genaue Untersuchung der Funktion der gesamten Sehbahn möglich.
Visus Zentrale Sehschärfe. Unterschieden werden Fernvisus und Nahvisus (Lesevisus)
Vitamine Oberbegriff für Substanzen, die lebensnotwendig sind, jedoch vom Körper selbst nicht hergestellt werden können (mit einzelnen Ausnahmen). Vitamine müssen daher mit der Nahrung von außen zugeführt werden. Die einzelnen Vitamine werden mit Buchstaben und teils Zahlen abgekürzt (A, B1-B2, B6, B12, C-H, K).
Vitrektomie Operation des Glaskörpers (Abkürzung: PPV).Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert.
vitreoretinal den Glaskörper (Vitreus) und die Netzhaut ( Retina) betreffend
Vitreoretinopathie Erkrankung von Netzhaut und GlaskörperDer Begriff wird sowohl für eine Gruppe angeborener, vererbbarer Erkrankungen von Netzhaut und Glaskörper verwendet (z.B. familiäre exsudative Vitreoretinopathie), aber auch für erworbene Erkrankungen (z.B. proliferative Vitreoretinopathie)
VK Abkürzung für: VorderkammerRaum zwischen Hornhaut ( Kornea) und Regenbogenhaut ( Iris). Die Vorderkammer ist üblicherweise mit Kammerwasser gefüllt und klar. Im Winkel zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut, dem Kammerwinkel, fließt das Kammerwasser aus dem Auge ab.
VLGR1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MASS1
VMD1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante atypische vitelliforme Makuladystrophie
VMD2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: bestrophinMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominanter Morbus Best, autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie
Vollnarkose = Allgemeinanästhesie, Narkose, spezieller: Intubationsnarkose, ITNSchmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten
Vorderkammer Abkürzung: VKRaum zwischen Hornhaut ( Kornea) und Regenbogenhaut ( Iris). Die Vorderkammer ist üblicherweise mit Kammerwasser gefüllt und klar. Im Winkel zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut, dem Kammerwinkel, fließt das Kammerwasser aus dem Auge ab.
VRNI Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntMit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie
Wagner Syndrom Extrem seltenes, autosomal dominant vererbtes Syndrom mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
weiche Drusen Bezeichnung für größere, teils unregelmäßig begrenzte und miteinander konfluierende Drusen
WFS1 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: wolframinAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Wolfram Syndrom (Diabetes, Optikusatrophie und Taubheit), autosomal dominanter sensoneuronaler Hörverlust für niedrige FrequenzenInfo: Assoziation mit mitochondrialen Veränderungen
WFS2 Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekanntAssoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Wolfram Syndrom (Diabetes, Optikusatrophie, Taubheit)
WGN1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CSPG2
white without pressure weiß ohne DruckVeränderung der peripheren Netzhaut– Glaskörpergrenzfläche, so dass diese weißlich erscheint. Die Bezeichnung „ohne Druck“ stammt daher, dass man bei der Untersuchung des Augenhintergrundes auf das Auge drücken kann, auch dabei wird die Netzhaut– Aderhaut weißlicher.
Windenblütenamotio Netzhautablösung mit ausgeprägter Zusammenziehung der zentralen Netzhaut in einem Trichter (entsprechend der Form einer Windenblüte) bei Proliferativer Vitreoretinopathie ( PVR)
Wolfram Syndrom Autosomal rezessive vererbtes Syndrom mit Diabetes, Optikusatrophie und Taubheit. Ursächlich sind Mutationen in den Genen WFS1 oder WFS2.
X-Chromosom Eins der beiden Geschlechtschromosomen.Frauen haben zwei X-Chromosome, aber kein Y-Chromosom in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen.
x-chromosomal bezeichnet Erbinformation, die auf dem X-Chromosom liegt
x-chromosomale Retinoschisis angeborene Netzhautspaltung (manchmal auch als kongenitale oder juvenile Retinoschisis bezeichnet).In Folge von Mutationen im RS1- Gen kommt es zu einer Strukturschwäche der Netzhaut mit Spaltung. Typisch ist eine herabgesetzte Sehschärfe. Als Komplikationen können Glaskörperblutungen und eine Netzhautablösung auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Xanthelasmen hellgelbe Ablagerungen in der Lidhaut bedingt durch Cholesterinablagerungen. Sie sind harmlos und können z.B. mit einem Laser entfernt werden
XLPCD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COD2
XLRS1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RS1
Y-Chromosom Eins der beiden Geschlechtschromosomen.Frauen haben kein Y-Chromosom, sondern zwei X-Chromosome in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen.
ZAO Zentralarterienokklusion, auch: Zentralarterienverschluss ( ZAV)Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.
Zapfen Der Typ der Photorezeptoren, der für die Sehschärfe, das Tagessehen und die Farbwahrnehmung entscheidend sind. Es gibt drei Zapfentypen: Rot-, grün- und blauempfindliche Zapfen als Basis der Farbunterscheidung. Die Grundlage der Sehschärfe ist die hohe Dichte der Zapfen in der Fovea im Zentrum der Makula. Daher betrifft eine Makulaerkrankung fast immer die Sehschärfe und das Farbensehen.
Zapfen-Stäbchen-Dystrophie ZSD, Zapfen-StäbchendystrophieBezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Zapfen-Stäbchendystrophie ZSD, Zapfen-Stäbchen-DystrophieBezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Zapfendegeneration siehe unter: Zapfendystrophie
Zapfendystrophie Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die nur die Zapfen betreffen und sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar machen. Mehrere assoziierte Genmutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
ZAV Zentralarterienverschluss, auch: Zentralarterienokklusion ( ZAO)Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.
Zelle Kleinste Baueinheit eines OrganismusEin Bakterium besteht aus einer Zelle (Einzeller). Größere Organismen setzen sich aus unendlich vielen Zellen zusammen. So hat z.B. alleine die Netzhaut des Menschen bis zu 300 Millionen lichtempfindliche Zellen.
Zentralarterie Arterie, die die gesamte Blutversorgung der inneren Netzhautschichten sichert. Sie tritt durch die Papille ins Auge.
Zentralarterienokklusion ZAO, auch: Zentralarterienverschluss ( ZAV)Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.
Zentralarterienverschluss ZAV, auch: Zentralarterienokklusion ( ZAO)Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.
Zentrale areoläre Aderhautdystrophie Gruppe von seltenen Makuladystrophien, die genetisch heterogen sind und wahrscheinlich verschiedene Vererbungsformen zeigen. Charakteristisch ist der perizentrale Beginn. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
Zentralskotom Gesichtsfeldausfall unter Einbeziehung der Stelle des schärfsten Sehens. Beim absoluten Zentralskotom besteht ein vollständiger Ausfall. Beim relativen Zentralskotom ist die Lichtempfindlichkeit herabgesetzt, so dass nur sehr helle Lichtreize noch erkannt werden.
Zentralvene Vene, die die gesamte Blutentsorgung der inneren Netzhautschichten sichert. Sie tritt durch die Papille aus dem Auge.
Zentralvenenokklusion ZVO, auch: Zentralvenenverschluss ( ZVV)Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.
Zentralvenenverschluss ZVV, auch: Zentralvenenokklusion ( ZVO)Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.
Ziliarkörper Strahlenkörper; Corpus ciliaris:Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.
Zilie Cilie1. Haare an den Lidrändern2. Zellfortsätze des Flimmer epithels in den Luftwegen3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut ( Photorezeptoren)
ZSD Zapfen-StäbchendystrophieBezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html
ZVO Zentralvenenokklusion, auch: Zentralvenenverschluss ( ZVV)Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.
ZVV Zentralvenenverschluss, auch: Zentralvenenokklusion ( ZVO)Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.
Zygote befruchtete Eizelle als Produkt der Verschmelzung der Zellkerne von Ei- und Samenzelle, Ausgangszelle der embryonalen Entwicklung.
Zylinder In der Augenheilkunde bezeichnet der Zylinder, eine zusätzliche Brechkraft eines Brillenglases in einer bestimmten Richtung (Achse), im Brillenrezept abgekürzt cyl. der Zylinder ergänzt die Sphäre, der Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist, im Brillenrezept abgekürzt sph.
Zyste Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum.
zystoid Zysten-ähnlichEine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. Flüssigkeitseinlagerungen z.B. in der Netzhaut ohne eigene Membran werden als zystoid bezeichnet.
Zystoides Makulaödem Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut im Bereich der Makula führen zur verdickung der Netzhaut und damit zur Sehverschlechterung. Ein zystoides Makulaödem kann bei Netzhauterkrankungen (Diabetischer Retinopathie, Retinitis pigmentosa, Zentralvenenverschluss), nach Entzündungen des Auges ( Uveitis) oder nach Katarakt-Operation auftreten. Die Behandlung ist abhängig von der Ursache variabel.
Diese elektronische Zugangshilfe zum Glossar wurde im Rahmen des BMG-geförderten Projekts „SND-Netz in Aktion“, Charité Virchow-Augenklinik Berlin, und von RetinaSience.de entwickelt. Lizenz Infos